„Das ist sehr frustrierend und eine schöne Watschn für den Behindertensport!“ Andreas Onea, einer der erfolgreichsten österreichischen Paraschwimmer, ist enttäuscht und bangt um Förderungen. Denn die EM 2026 hat nach wie vor keinen Austragungsort oder konkreten Zeitraum. Zuletzt hatte der niederländische Schwimmverband seine Kandidatur zurückgezogen. Grund: Die Mehrheit der Mitglieder des Internationalen Paralympischen Komitees hatten beschlossen, russische und belarussische Athleten unter ihrer Nationalflagge wieder an den Wettkämpfen teilnehmen zu lassen.
Onea sagt: „Dem niederländischen Schwimmverband muss man schon fast gratulieren, dass sie Haltung zeigen. Das Internationale Paralympische Komitee hat dagegen keine Haltung gezeigt. Es gibt weiter einen laufenden Angriffskrieg. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Russland Frieden möchte.“
Die Athleten hängen in der Luft
Schwimmkollege Andreas Ernhofer nickt: „Die EU hat ihre Werte und ihre Richtlinien. Dazu gehören auch Sanktionen gegen Russland. Es wird brutal schwer ein Land in Europa zu finden, dass die EM austragen wird.“ Folge: Die Athleten hängen in der Luft. Professionell wie sie sind, trainieren sie aber natürlich trotzdem voll weiter.
„Es ist frustrierend“
Onea sagt: „Das ist keine einfache Situation. Denn auch die Fördersituation ist angespannt, die Mittel wurden gekürzt. Wenn wir jetzt keine Möglichkeit haben sollten, Ergebnisse zu liefern und uns wieder hochstufen zu können, kann das für uns auch gröbere finanzielle Auswirkungen haben. Sein Fazit: „Das ist eine Watschn für den Behindertensport. Es ist frustrierend.“
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