Italiens Regierung hat ein Messerverbot für Jugendliche angekündigt. Geplant sind ein Verkaufsverbot und Geldstrafen für Erwachsene, die Minderjährige nicht ausreichend beaufsichtigen, wenn diese ein Messer bei sich tragen. Die Strafe kann bis zu 1000 Euro betragen.
Vom Verkaufsverbot ist auch der Onlinehandel umfasst. Als strafverschärfend gelten Vermummung während der Tat, Taten in Gruppen und in der Nähe von Schulen, Parks, Bahnhöfen oder Bahnlinien. „Wir wollen die Verantwortung der Familien stärken“, sagte Vize-Innenminister Nicola Molteni. Zudem ist geplant, dass Schulen die Genehmigung erhalten, Metalldetektoren zu installieren. Damit soll verhindert werden, dass Kinder und Jugendliche Messer oder andere gefährliche Gegenstände mitnehmen.
Die italienische Regierung reagiert damit auf zwei Fälle von Jugendkriminalität. Nach einer Messerattacke an einer Berufsschule in Liguriens Hafenstadt La Spezia ist ein 19-jähriger Schüler gestorben. Er war von einem Schulkollegen mit einem Messer angegriffen worden und hatte eine schwere Stichverletzung im Brustbereich erlitten. Mitschülerinnen und Mitschüler sagten aus, dass der Täter bereits früher Messer mitgebracht und andere bedroht habe.
Am Freitag wurde dann ein 17-Jähriger nach einem Streit vor der Schule in Sora mit einem Messer attackiert. Der Jugendliche erlitt eine Verletzung am Hals. Der Angreifer konnte zunächst flüchten, wurde am Abend aber von der Polizei festgenommen. Er gestand weitgehend und übergab das Messer. Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich Opfer und Täter vorher nicht, der Streit soll aus einem banalen Anlass entstanden sein.
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