Sie schwitzen, gehen in jedem Training an ihre Grenzen und kommen ihrem Ziel immer näher: Die Red Bull Road to HYROX Athletinnen und Athleten haben nur noch wenige Wochen bis zu ihrem „Showdown“, dem HYROX-Rennen in Wien. „Es trifft mich schon sehr in meinem Trainerherzen“, sagt Coach und Sportwissenschaftler Maximilian Walter über seine Truppe. Sportkrone.at zieht ein Zwischenfazit …
Sechs Wochen sind absolviert, der Weg wird spürbar enger. Seit Anfang Dezember arbeitet eine ausgewählte Gruppe von Athlet:innen im Projekt „Red Bull Road to HYROX“ an genau diesem einen Ziel: optimal vorbereitet beim Event in Wien vom 6. bis 8. Februar in der Messehalle an den Start zu gehen.
Möglich macht das ein Setup, das sonst nur Profis vorbehalten ist: Leistungstests von Red Bull, individuelle Trainingspläne, Personal Coachings, harte Gruppensessions und eine engmaschige Trainingsüberwachung. Dazu Workshops mit dem HYROX-Weltmeister und Weltrekordhalter Alexander Rončević und Extremsportler Michael Strasser.
Trainiert wird im Fitnesstempel und HYROX-Affiliate-Studio Zone.Fit unter der Leitung von Maximilian Walter, der die Gruppe zu Höchstleistungen antreibt. „Alle Beteiligten, mich eingeschlossen, sind sehr, sehr happy, wie das Ganze gelaufen ist und noch läuft“, sagt der Coach. Die Zusammenarbeit mit Red Bull sei „extrem auf Augenhöhe“.
Der Sportwissenschaftler wird auch von der Sporttechnologie-Plattform Output unterstützt. Sensoren liefern laufend Daten. „Das heißt, ich sehe immer, wie fit die Athlet:innen sind, wo Probleme auftreten und wo ihre Maximalleistungen liegen“, erklärt Walter. Überlastungen kündigen sich an und können so abgefangen werden. Das Trainingsprogramm zahlt sich aus. „Seit den Leistungstests Anfang Dezember sehen wir eine durchschnittliche Leistungssteigerung von zehn Prozent bei jedem Wert. Das ist verrückt in vier Wochen“, freut sich Walter und gibt ein Beispiel: „Was vorher 40 Burpees in vier Minuten waren, sind jetzt 60. Das macht mich stolz.“
Das Projekt befindet sich aktuell in der intensivsten Phase. „Wir haben maximales Volumen und maximale Intensität“, sagt Walter. Bald wird der Fokus enger und spezifischer und die Erholung rückt in den Mittelpunkt.
Hyrox ist ein Mix aus Laufen und funktionellem Krafttraining. Acht Kilometer Laufstrecke, dazwischen Übungen wie Schlittenziehen, Ruderergometer, Farmers Carry oder Wall Balls: ein Wettkampf, der Körper und Geist alles abverlangt.
Was 2017 in Hamburg als kleine Fitness-Idee startete, ist heute ein globales Phänomen. Gestartet wird entweder im Einzel, im Double oder im Mixed-Double. Mittlerweile stehen pro Saison über 100 Rennen in über 100 Städten weltweit auf dem Programm, an denen dieses Jahr mehr als 1,6 Millionen Menschen teilnehmen werden. Die Hallen sind voll, die Stimmung ist elektrisierend, die Community ist familiär und der Hype ist real. Hyrox boomt und wird in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter wachsen.
„Diese Gabe hat Red Bull einfach“
Walter spricht von einer „unfassbar motivierten Truppe“. Es seien nicht die Besten der Besten gesucht worden, sondern Athlet:innen mit Potenzial. Menschen, die man entwickeln kann. Menschen, die bereit sind, an ihre Grenzen zu gehen und dabei füreinander da zu sein. „Diese Gabe hat Red Bull einfach“, sagt Walter über den Auswahlprozess.
„Das trifft mich in meinem Trainerherzen“
Dass ihn dieses Projekt auch emotional mitnimmt, verschweigt er nicht. „Es trifft mich schon sehr in meinem Trainerherzen. Ich freue mich jedes Mal, wenn die Truppe kommt. Da hat sich so eine kleine Community gebildet, das ist schön zu sehen. Ich merke, dass es mir nahegeht, wenn jemand verletzt ist. Oder ich lese mich zusätzlich in Dinge ein, die die Athlet:innen beschäftigen. Das bedeutet mir enorm viel. Es gibt mir auch sehr viel Energie.“
Für das Wien-Event Anfang Februar wünscht sich der Coach, „dass die Leute hinkommen und nervös sind, aber auf eine gute Art. Und dass Sie das, was wir geübt haben, mit dem Bewusstsein, dass Fehler passieren können, bei dem Event umsetzen. Mir geht es wirklich darum, dass Sie dort eine extrem gute Zeit haben. Es wird ein gigantisches Wochenende. Ich werde alle Tage dort sein und freue mich immer, wenn wer startet. Ich habe dann spätestens nach einem Tag keine Stimme mehr, aber das nehme ich in Kauf“, lacht Walter.
Rončević, Österreichs Aushängeschild im Hyrox, sagt zur Entwicklung des Projekts: „Es war cool zu sehen, dass sie ihre Ziele verfolgen und das Training in ihr Leben integriert haben. Da hat sich einiges getan, die haben ordentlich Gas gegeben. Das hat man auch bei den Ausführungen gesehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Ergebnisse.“
Die Red Bull Road to HYROX ist auf der Zielgeraden. Was Walter seinen Athlet:innen für die kommenden Wochen noch mitgeben möchte? „Ehrlicherweise hätte ich gerne, dass sie genauso weitermachen. Ich möchte, dass Sie die Motivation und ihr Mindset beibehalten. Sie sollen sich weiterhin gegenseitig pushen und nicht in ein Konkurrenzdenken verfallen.“
Chris L.: „Die letzten Wochen waren für mich ein reiner Dopamin-Kick. Man fühlt sich wie ein Profi. Meine Ausdauer hat sich am meisten verbessert und ich merke, ich habe so viel mehr im Tank. Beim Laufen habe ich aber noch Verbesserungspotenzial. Mein Ziel für das Rennen? Eine Zeit unter 65 Minuten.“
Jessica H.: „Eine Aussage, die ich mir von Michi Strasser gemerkt habe, war: ‘Je mehr du deinen Trainer im Training hasst, desto mehr liebst du ihn bei deinem Wettkampf.‘ Mir ist auch bewusst geworden, dass mentale Stärke eine sehr große Rolle spielt und dass es nicht nur auf die körperlichen Gegebenheiten ankommt. Außerdem hat die Red Bull Road to Hyrox mir die Möglichkeit gegeben, sehr tolle und inspirierende Menschen kennenzulernen, die alle ein ähnliches Ziel verfolgen.“
Florian M.: „Von Alex Rončević habe ich viel mitnehmen können. Von solchen Leuten lernen zu dürfen, das macht es so besonders und wertvoll. Im Endeffekt geht es darum, nur die Dinge zu kontrollieren, die man kontrollieren kann: Im Training alles geben und mental zu wissen, dass ich alles gegeben habe. Und dann den Wettkampf so weit wie möglich genießen.“
Nadine B.: „Ich werde in den nächsten Wochen viel auf Erholung schauen, weil verringerter Stress und ausreichend Schlaf sind Schlüsselfaktoren, die einen großen Unterschied machen können. Und generell würde ich einen Appell an alle Leute aussprechen, die arbeiten, studieren, oder eine Familie zuhause haben – es ist auf jeden Fall machbar! Man muss keine Bestleistung erbringen, es ist ein cooles Gefühl bei einem Rennen dabei zu sein und absolviert zu haben. Es macht auch mega viel Spaß ein Hyrox zusammen im Double oder Double Mixed zu machen.
Anna S.: „Ich bin unglaublich dankbar für die Trainingsgruppe und die Leute, die ich kennenlernen durfte. Ich habe richtig Bock, abzuliefern, ans Limit zu gehen, mich selbst zu pushen und an dem Tag zu zeigen, was ich draufhabe.“
Wenn vom 6. bis 8. Februar die Messehalle in Wien bebt, geht es bei den Teilnehmer:innen nicht nur um Zeiten und Platzierungen, sondern um das Gefühl, alles investiert zu haben. Und genau das macht diesen Weg so besonders …
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