Der Spatenstich für den Hochwasserschutz an der Brixentaler Ache zwischen Wörgl und Hopfgarten im Tiroler Unterland ist erfolgt. Das Millionenprojekt soll die Region „widerstandsfähiger“ gegen Naturereignisse machen und geht über mehrere Jahre.
Nicht nur am Inn, auch an Nebenflüssen wird der Hochwasserschutz vorangetrieben – auch wenn das Thema mitten im Winter etwas im Abseits steht. Und so fand in Kirchbichl am Freitag der Spatenstich für ein Großprojekt (erster Abschnitt 12,2 Millionen Euro) statt.
Sieben Gemeinden von Wörgl bis Hopfgarten und etwa 80 Hektar Flächen sollen vor einem 100-jährlichen Ereignis geschützt werden.
Konkret entstehen auf den 13 Kilometern zwischen Wörgl und Hopfgarten diverse Dämme, Mauern, Uferschutzbauten und Flussaufweitungen. Zudem müssen bestehende Uferschutzbauten saniert werden.
Retentionsbecken in Itter geplant
Um das Wasser nicht einfach an die flussabwärts liegenden Gemeinden weiterzuleiten und dort die Hochwassersituation zu verschärfen, wird zum Ausgleich ein Retentionsbecken in der Gemeinde Itter errichtet. „Dieses kann rund 66.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Bei starkem Hochwasser wird dort überschüssiges Wasser zwischengespeichert“, erklärte Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft.
Beteiligte Gemeinden im Rahmen des Hochwasserschutzverbandes Brixentaler Ache:
Beteiligte Infrastrukturträger im Hochwasserschutzverband Brixentaler Ache:
Bauablauf Teilprojekt B zwischen Wörgl und Hopfgarten:
Als vorgezogene Maßnahme wurde bereits im September 2024 mit dem Neubau der Rendlbrücke zwischen Wörgl und Kirchbichl begonnen, der im Mai 2025 abgeschlossen wurde.
Jeder Euro, den wir in Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition für mehr Sicherheit, für mehr Ökologie und stärkt auch die regionale Wirtschaft.

Norbert Totschnig (ÖVP), zuständiger Minister
Bild: APA/GEORG HOCHMUTH
Minister vor Ort, Abschnitt soll bis 2029 fertig sein
Vor Ort war beim Spatenstich auch der zuständige Minister Norbert Totschnig (ÖVP), der betonte: „Jeder Euro, den wir in Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition für mehr Sicherheit, für mehr Ökologie und stärkt auch die regionale Wirtschaft.“
„Widerstandsfähiger, aber kein hundertprozentiger Schutz“
LHStv. Josef Geisler ergänzte: „Das Projekt an der Brixentaler Ache ist ein wichtiger Schritt, um die Region widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen zu machen. Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann.“ Der Abschnitt Wörgl-Hopfgarten soll bis 2029 fertig sein, danach folgt der Bereich bis Brixen im Thale.
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