490.000 Euro Projektförderung sollen die steirische Antidiskriminierungsstelle vor dem Aus retten. Das Sozialministerium finanziert damit Workshops gegen Extremismus und Radikalisierung, die im ganzen Land stattfinden werden.
Wer aufgrund seines Alters, seines Geschlechts oder seiner Hautfarbe schlecht behandelt wird, kann sich seit 2012 an die Antidiskriminierungsstelle Steiermark wenden. Dort berät das Team um Daniela Grabovac Menschen und hilft ihnen zu ihrem Recht. Weil das Land Steiermark die Förderungen aber massiv gekürzt hat, stand man vor dem Aus – die Stadt Graz sprang mit 85.000 Euro ein, um zu überbrücken.
Jetzt kommt die gute Nachricht für die Betroffenen aus Wien: Das Sozialministerium fördert das Projekt „Fight Hate“ mit 490.000 Euro und stellt damit den Betrieb bis mindestens Oktober 2027 sicher. Das Projekt ist eine Kooperation mit dem LGBTQ-Verein RosaLila PantherInnen und soll „community-orientierte Präventionsarbeit gegen Extremismus, Diskriminierung und Hass in Österreich“ bieten. Anlassgebend war unter anderem der Schlag gegen die „Pedo-Hunter“-Szene im März vorigen Jahres, wo (oft homosexuelle) Opfer auf Dating-Apps gelockt und dann schwer verletzt und erniedrigt wurden.
Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung braucht es eine starke und verlässliche Antidiskriminierungsarbeit.

Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ)
Bild: Eva Manhart
Workshops und App werden unterstützt
Mit dem bundesweiten Projekt sollen Workshops über „Extremismus, Radikalisierungstendenzen und manipulative Narrative, den Umgang mit hate speech und hate crimes, digitale Medienkompetenz und Zivilcourage“ stattfinden. Vorfälle soll man dann über die BanHate-App der Antidiskriminierungsstelle melden.
„Mit der Förderung sichert das Sozialministerium die Weiterführung der Antidiskriminierungsstelle in der Steiermark und investiert gezielt in Prävention, Aufklärung und den Schutz der Menschenwürde“, sagt SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann.

Auch der steirische Staatssekretär Jörg Leichtfried freut sich: „Die Finanzierung der Antidiskriminierungsstelle ein Meilenstein im Kampf gegen Extremismus und Hass.“ Die dauerhafte Absicherung, betont man, liegt aber immer noch in der Hand der steirischen Landesregierung.
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