Klare Forderung

„Alle rausschmeißen – das Beschei*** ist vorbei!“

Ski Nordisch
04.01.2026 12:45

Ex-Skispringer und Experte Sven Hannawald fand nach der doppelten Disqualifikation von Timi Zajc deutliche Worte. „Es liegt jetzt bei der FIS, sie müssen strikt bleiben, sie müssen weiter alle rausschmeißen, bis der letzte Kopf merkt, dass das Bescheißen jetzt vorbei ist“, sagte er.

Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wurde Zajc zum zweiten Mal hintereinander wegen eines nicht regelkonformen Sprunganzugs aus der Wertung genommen. In Oberstdorf war die Beininnenlänge des Anzugs um drei Millimeter zu kurz, drei Tage später dann um vier Millimeter. Dadurch hätte eine größere Tragfläche im Schritt entstehen können. Mit dem zweiten Vergehen kassierte Zajc die Rote Karte und ist nun in Innsbruck sowie Bischofshofen gesperrt.

Am Neujahrstag änderte FIS-Kontrolleur Mathias Hafele seine „Strategie“: Statt die Anzüge wie üblich nach dem ersten Durchgang zu begutachten, überraschte der Tiroler die Athleten bereits vor dem Sprung mit einer Kontrolle. „Er macht sich Gedanken und ich finde es sehr gut, wie sie agieren“, sagte ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl über die Kontrollen. Für den Skisprung-Sport sei es gut, wenn härter durchgegriffen werde. „Es wird sich auch wieder beruhigen. Nur bei einer strengen Linie halten sich die Leute auch dran. Sonst geht es immer so weiter“, betonte der ÖSV-Coach. 

Slowenischer Verband reichte Protest ein
Neben Zajc wurden auch der US-Amerikaner Jason Colby und der Türke Fatih Arda Ipcioglu beim Neujahrsspringen erwischt und disqualifiziert. Der slowenische Skisprung-Chef Gorazd Pogorelcnik reagierte verärgert. Zajc habe den Anzug genutzt, weil dieser bei der teaminternen Messung vor dem Bewerb dem Reglement entsprochen habe, sagte er der slowenischen Nachrichtenagentur „STA“.

Es sei „schwer zu sagen“, warum es Unterschiede zwischen der slowenischen Messung und der offiziellen FIS-Messung gebe. Am wahrscheinlichsten sei, betonte Pogorelcnik, dass sich der Anzug aufgrund des Wetters oder wegen „natürlicher Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Temperatur“ verändert habe. Der slowenische Verband reichte zudem einen offiziellen Protest beim Weltverband FIS wegen des Kontrollverfahrens ein – also wegen des unüblichen Prozederes mit der Kontrolle vor dem ersten Sprung.

Sven Hannawald
Sven Hannawald(Bild: GEPA)

„Dieses Arrogante, dieses Respektlose, dieses Ignorante, ...“
ARD-Experte und Ex-Skispringer Sven Hannawald fordert weiter eine harte Linie, wie er in der „Sportschau“ sagt: „Dieses Arrogante, dieses Respektlose, dieses Ignorante, von Timi Zajc zum Beispiel, da einfach den gleichen Anzug zu nehmen und sich via Instagram auch noch lustig zu machen, das muss jetzt vorbei sein.“

Hintergrund: Zajc hatte sich nach Oberstdorf, wo er sogar einen Podestplatz verlor, scherzhaft zu den Vorwürfen geäußert. „Lasst uns den Anzug ein bisschen stretchen, vielleicht ist dann in Ga-Pa (Garmisch-Partenkirchen) alles okay.“ War es nicht.

Laut Hannawald sollten diese Konsequenzen fortgeführt werden: „Es liegt jetzt bei der FIS, sie müssen strikt bleiben, sie müssen weiter alle rausschmeißen, bis der letzte Kopf merkt, dass das Bescheißen jetzt vorbei ist.“

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