02.04.2014 09:33 |

Neue These

Lösten Mikroorganismen das große Artensterben aus?

Mit einer neuen These zum größten Artensterben vor 252 Millionen Jahren warten Forscher aus den USA und China auf: Demnach könnte es durch Methan produzierende Mikroben ausgelöst worden sein. Diese hätten sich damals extrem vermehrt und so die Zusammensetzung der Meere und das Klima auf der Erde grundlegend verändert. Bisher war man von Vulkanen oder Asteroiden als Ursache für das Artensterben ausgegangen.

Doch durch Vulkanausbrüche allein lasse sich dieses Phänomen nicht erklären, sagte Gregory Fournier vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Möglicherweise hätten sie durch das dabei freigesetzte Element Nickel aber zu einer massenhaften Vermehrung von Mikroorganismen der Art Methanosarcina beigetragen.

Diese Einzeller wiederum hätten die Meere versauern lassen und den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Luft rasch und anhaltend steigen lassen, war zum Aussterben der meisten Tierarten geführt habe, berichten die Forscher in den "Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften".

Großteil des Lebens auf der Erde vernichtet
Vor 252 Millionen Jahren wurde ein Großteil des Lebens auf der Erde vernichtet. In einem Zeitraum von nur 200.000 Jahren starben damals 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten an Land und sogar 95 Prozent der Meeresbewohner aus. Bisherigen Untersuchungen zufolge war es die verheerendste Umwälzung, die unsere Erde je erlebt hat.

Insgesamt fünf Mal im Lauf der Erdgeschichte kam es zu großen Massensterben. Dazu zählt auch dasjenige, das vor rund 65 Millionen Jahren zum Aussterben der Dinosaurier führte. Für dieses wird ein Asteroiden-Einschlag auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko verantwortlich gemacht. Durch den Aufprall des Himmelskörpers soll sich damals eine große Wolke aus Trümmern und gasförmigem Gestein über Nordamerika verbreitet und alles Leben vernichtet haben.

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