Podium wieder verpasst

Slalom-Ass zu zaghaft? „Bin nicht wie Hirscher!“

Ski Alpin
23.11.2025 08:08
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Auch in Gurgl hat sich der Schweizer-Slalom-Spezialist Tanguy Nef gut in Form präsentiert – mit einem Platz auf dem Stockerl wollte es aber wieder nicht klappen. Dem 29-Jährigen scheint nur wenig zum Erfolg zu fehlen – er selbst sieht darin auch eine „Kopfsache“. „Ich bin nicht wie Marcel Hirscher“, so Nef. 

Es sind vor allem seine konstanten und sicheren Auftritte, die Nef bisher auszeichnen. In Gurgl schaffte er es mit zwei soliden Durchgängen auf den fünften Platz. „Das war gut“, zeigt sich der Schweizer selbst gegenüber „Blick“ zufrieden.

Sehr gut war es aber noch nicht – denn weiter wartet der 29-Jährige auf einen Stockerl-Platz. Die Chance gab es auch am Samstag – immerhin lag er zur Halbzeit noch auf dem dritten Rang. Im zweiten Durchgang sei er mit 90 Prozent Risiko gefahren, erklärt er selbst.

Hirscher hatte einen großen Vorteil
„Zu viel Risiko ist nie eine gute Lösung“, ist sein Credo. Und damit kommt er schließlich zu Marcel Hirscher, mit dem man diese Einstellung nicht verbinden könnte, wie es schließlich auch Nef klarstellt: „Er hat am Ende seiner ersten Karriere immer so viel Risiko genommen im zweiten Lauf und oft gewonnen.“

Marcel Hirscher
Marcel Hirscher(Bild: Christof Birbaumer)

Allerdings habe der Österreicher dabei einen bedeuteten Vorteil gehabt. „Er hatte vorher auch acht Kugeln gewonnen und unzählige Podestplätze geholt. Dann kann man das schon wagen“, ergänzt der Schweizer mit einem Grinsen. Und doch ist ihm selbst bewusst, dass der ganz große Erfolg noch eine Sache des Kopfes ist. „Ich hatte das Podium in den Beinen, aber noch nicht im Kopf“, analysiert er abschließend. 

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