Lebensmittel und Kleidung statt Bargeld – das ist das Motto der blau-schwarzen Landesregierung in der Steiermark. Ab sofort startet die Ausgabe der Sachleistungskarte.
Unter Federführung der Freiheitlichen krempelt die blau-schwarze Landesregierung das Asylwesen in der Steiermark völlig um. Statt wie bisher Bargeld bekommen Asylwerber und Flüchtlinge künftig eine Sachleistungskarte im Scheckkartenformat (ähnlich einer E-Card), die personalisiert und mit einem Pincode versehen ist und Fälschungen oder Weitergaben an Dritte unmöglich machen soll. Entwickelt hat das Bezahl-Modell der Anbieter PayCenter, der seit Juni an der technischen Abwicklung feilt.
Eingekauft werden kann damit in heimischen Supermärkten oder Läden, nicht aber im Ausland. Außerdem gilt eine Sperre für einzelne Branchen oder Händler wie Glücksspielanbieter, Trafiken, Waffengeschäfte etc. Auf der Einkaufsliste dürfen vorrangig also Lebensmittel oder Kleidung stehen. „Damit soll sichergestellt werden, dass öffentliche Gelder ausschließlich für den täglichen Lebensbedarf eingesetzt werden“, stellt Soziallandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) klar.
Insgesamt 7.000 Bezieher
Am Donnerstagvormittag wurde mit der Ausgabe begonnen, zunächst einmal an 50 Asylwerber in Passail, Graz und Bruck an der Mur. Nach einer zweimonatigen Pilotphase, in der die Umsetzung evaluiert wird, sollen dann insgesamt 7.000 steirische Bezieher der Grundversorgung – darunter sind erstmalig auch Vertriebene aus der Ukraine – eine Karte zugestellt bekommen.
Amesbauer: „Wir schaffen ein modernes, transparentes System, das für Fairness und Ordnung im Asylwesen sorgt. Damit setzen wir Schritt für Schritt die Deattraktivierung der Steiermark als Zielland für Asylwerber fort.“
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