Teures System

ELGA-Betrieb kostet 350.000 Euro pro Tag

Österreich
15.02.2014 15:36
Um 350.000 Euro bekommt man schon eine schmucke Eigentumswohnung, ein paar Sportwagen – oder eben einen Tag ELGA. Die elektronische Gesundheitsakte sorgt nicht nur für Ärger bei jenen, die austreten wollen, sie ist auch sündhaft teuer: Mindestens 130 Millionen Euro jährlich kostet das System während seiner Einführungsphase bis 2017.

Und da sind noch nicht einmal die Programmierungskosten eingerechnet, die auf Spitäler und Co. zukommen. "Außerdem kann niemand die Datensicherheit garantieren", erklärt Wiens Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres. Dabei war schon die EDV der ELGA-Homepage fehleranfällig (Abmeldungen oft nicht möglich, technische Probleme), wie soll die Regierung dann all diese Datenpakete vor Zugriffen Unbefugter schützen können?

Dazu kommt die Haftungsfrage. "Es ist ungeklärt, ob man immer in ELGA hineinschauen muss oder nicht" – soll heißen: Rettungsärzte kommen zum Unfallpatienten – zuerst den Patienten retten oder die Gesundheitsakte aufrufen, um mögliche Behandlungsfehler zu vermeiden?

Passiert das nicht und der Patient stirbt – wer ist dann schuld? Die Ärztekammer jedenfalls befürchtet eine "unzumutbare Haftungslawine" Die elektronische Krankenakte ELGA wirft nach wie vor viele Fragen auf und steht einmal mehr in der Kritik der Ärzte.

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