Treffen mit NASA

Roskosmos-Chef zu Gesprächen in den USA

Außenpolitik
29.07.2025 06:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die NASA hat es momentan nicht gerade leicht. Jetzt will man sich offenbar Hilfe aus dem Ausland holen – und das ausgerechnet aus Russland. Zumindest deutet der Besuch des Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Bakanow, in Houston darauf hin. 

Die russische Nachrichtenagentur TASS meldete in der Nacht auf Dienstag, für den 31. Juli sei ein Treffen Bakanows mit dem kommissarischen NASA-Chef und US-Verkehrsminister Sean Duffy geplant. TASS beruft sich auf eine Mitteilung von Roskosmos. Demnach wollen beide Seiten laufende Projekte erörtern.

Erste Gespräche seit 2018
Es handle sich um die ersten Gespräche zwischen den Leitern von Roskosmos und NASA seit 2018, hieß es. Bakanow teilte mit, dass eine Delegation des staatlichen russischen Raumfahrtunternehmens zum Start des Raumschiffs „Crew Dragon“ eingeladen wurde. „Crew Dragon“ des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk soll am Donnerstag zur Internationalen Raumstation (ISS) starten. Zu der Besatzung gehört auch der russische Kosmonaut Oleg Platonow.

In einem Interview mit RBC TV erklärte Bakanow, dass sich Roskosmos und die NASA einig seien, dass die ISS mindestens bis 2028 weiter genutzt werden sollte. Der Außenposten werde wahrscheinlich bis 2030 bestehen, sagte Bakanow und verwies darauf, dass die Entscheidung über eine Beendigung der ISS nur gemeinsam von Russland und den Vereinigten Staaten getroffen werden könne. Die ISS befindet sich seit dem 20. November 1998 im Orbit.

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