Kampf gegen Justiz

Etrusker-Strafverfahren kostete schon 20.000 Euro

Oberösterreich
23.11.2005 12:16
20.000 Euro kostete den Linzer Etrusker-Sammler Rupert Aichmeir (84) alias „Don Roberto“ bereits sein Kampf gegen die italienische Justiz. Der Keramiker machte Schlagzeilen, als er im Rahmen der Operation Mozart als Chef einer Kunstdiebe-Bande präsentiert wurde. Seine 600 Exponate bleiben beschlagnahmt.

„Sicher, alle etruskischen Kunstgegenstände stammen aus Italien“, räumt Aichmeir ein, behauptet aber weiterhin: „Ich habe jahrelang auf Kunstmessen in Basel und Maastricht eingekauft. Ich habe Kataloge zurück bis 1979 - und kann so beweisen, woher meine Exponate stammen.“

Beweise sind überhaupt der springende Punkt bei Aichmeirs Kampf gegen die italienische Justiz: „Laut den Behörden wurde ich im November 2004 mit einer grünen Tasche und einem weißen Anorak gefilmt. Da war ich nachweislich auf Lanzarote, dann auf Kur in Neydharting, später in Dubai. Von den 35 Grabräubern, den ,tombaroli´, kenn´ ich überhaupt nur vier.“

Don Roberto fühlt sich als Bauernopfer: „Das Ganze ist eine Frechheit.“

 

 

 

 

Foto: Christoph Gantner

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