Ins Rollen kam der Fall, nachdem sich ein Wiener in einem Gehöft nahe Güssing niedergelassen hatte und oft Besuch von einem einschlägig vorbestraften Mann aus dem Drogenmilieu erhielt. Fahnder des Bezirkspolizeikommandos forschten nach. Lange zogen sich die Ermittlungen hin, bis schließlich ein Hausdurchsuchungsbefehl erwirkt werden konnte.
Der Einsatz auf dem eingezäunten Anwesen war nicht nur sehr schwierig, sondern auch gefährlich. "Mehrere sogenannte Kampfhunde bewachten das Gelände", erklärt Bezirkskommandant Ewald Dragosits. Mithilfe von Diensthunden gelang es den Beamten, die Pitbull-Terrier ruhigzustellen.
"Plantage war hinter Regalen und Türen versteckt"
Die Bilanz der Durchsuchung: 634 Hanfstauden, mehr als sechs Kilo Cannabisblüten im Straßenverkaufswert von 63.000 Euro, 10.000 Euro Drogengeld sowie Cannabisharz und Methamphetamin wurde entdeckt. "Die höchst professionell angelegte Indoor-Plantage war hinter Regalen und Türen versteckt", sagt Dragosits.
Durch diesen Erfolg kamen die Fahnder dem ganzen Netzwerk der Suchtgiftbande auf die Spur. Weitere Plantagen in Wien und im Bezirk Güssing wurden aufgestöbert. Aus 1.600 Hanfpflanzen gewannen die Täter mehr als 30 Kilo Cannabisblüten sowie -harz. Daraus schlugen sie knapp 300.000 Euro Profit, wie die Erhebungen ergaben.
Insgesamt wurden 16 Verdächtige zwischen 29 und 61 Jahren angezeigt. "Sechs davon drohen bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe", heißt es.










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