13.10.2013 19:00 |

FPÖ gut im Rennen

Gewinnt Strache die EU-Wahl 2014?

Bei der Nationalratswahl Ende September schaffte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nur Platz 3 hinter SPÖ und ÖVP. Chancen, dieses "Manko" gutzumachen und Rote sowie Schwarze zu überholen, hat Strache bei den Wahlen zum Europaparlament im Mai 2014. Die Unzufriedenheit der Österreicher mit der EU könnte ihm dabei helfen.

Bei diesen Europawahlen ist nämlich die politische Konstellation für die Blauen viel besser als bei der letzten EU-Wahl 2009: Damals trat mit Hans-Peter Martin ein Kandidat an, der fast 18 Prozent der Stimmen abräumte und sich zuvor das Prädikat Aufdecker von EU-Privilegien zu sein, redlich verdient hatte. Unterdessen ist es um ihn eher still geworden.

Monopol auf die EU-kritischen Wähler?
Die FPÖ könnte nunmehr im Mai mit Stimmen von Martin-Wählern aus 2009 rechnen, auch das gescheiterte BZÖ dürfte keine Rolle mehr spielen. Damit – so die Meinungsforschung – könnten die Blauen bei der EU-Wahl im Mai das Monopol auf EU-kritische Wähler haben, und das sind in Österreich zumindest 30 Prozent der Wahlberechtigten, wenn nicht mehr.

FP-Chef Strache weiß um diese Chance Bescheid, verwies aber im "Krone"-Gespräch auf die Tatsache, dass die Wahlbeteiligung bei EU-Wahlen traditionell sehr niedrig sei (weniger als 50 Prozent) und damit alle Möglichkeiten offen blieben. Wer Spitzenkandidat der Blauen bei dieser Wahl sein werde, ist laut Strache noch offen.

Der FPÖ-Chef wies aber gleichzeitig darauf hin, dass auch in Frankreich die EU-kritische Le-Pen-Partei laut Umfragen schon als Nummer 1 für die EU-Wahl gehandelt werde.

"Krone"-Außenpolitiker Kurt Seinitz hatte letzte Woche in diesem Zusammenhang von einem Polit-Schock für Frankreich geschrieben und berichtet, dass der Generalsekretär des Front National diesen Umstand als "noch nie da gewesenes politisches Erdbeben" bezeichnet hat.

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