Wochenlange Arbeit

Rowdys zerstörten mehrere Osterfeuer im Lungau

Salzburg
14.04.2025 13:30
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Eine böse Überraschung setzte es für Brauchtumsgruppen im Lungau. In der Nacht auf Montag hatten Unbekannte sowohl in St. Michael als auch in Tamsweg ihre Osterfeuer-Türme brutal umgestoßen. Die wochenlange, mühevolle Arbeit wurde einfach zerstört.

Seit fünf Wochen stapelten die jungen Männer und Frauen der Brauchtumsgruppe Höf in St. Michael im Lungau mühevoll Holz auf Holz. Am Ende sollte am Karfreitag am Abend der gut zehn Meter hohe Holzturm stehen, ganz oben das Kreuz. Nur: Der Osterfeuer-Turm der Lungauer Freundesrunde wurde von unbekannten Vandalen zerstört.

Die jungen Männer lassen sich aber nicht entmutigen – der Turm soll bald wieder stehen.
Die jungen Männer lassen sich aber nicht entmutigen – der Turm soll bald wieder stehen.(Bild: Roland Holitzky)

„Wir wissen nach wie vor nicht, wer das getan hat und wie das ganze passiert ist“, sagt Jürgen Kloiber von der Brauchtumsgruppe zur „Krone“. Am Montag in der Früh sahen Mitglieder der Runde die schweren Holzstämme auf der Wiese liegen. Das Werk von Wochen zerstört. „Wir wissen nicht, wer auf so eine Idee kommt“, ärgert sich der Lungauer.

Gleich erging es der Landjugend Tamsweg. Auch ihr Holzstaffel, der in den vergangenen Tagen und Wochen mühevoll aufgeschichtet wurde, steht nicht mehr. „Was ist unser Brauchtum eigentlich noch wert ist, wenn das der Dank dafür ist?“ – fragen sich die Tamsweger in einem Beitrag in den Sozialen Medien.

Turm soll bis Freitag wieder stehen
„Wir haben ganz ohne technische Hilfsmittel unser Osterfeuer gestapelt“, erklärt der Chef der Brauchtumsgruppe Höf. Kloiber ist betrübt, aber nicht entmutigt. „Es hilft nichts, aber wir werden uns diese Woche Urlaub nehmen müssen. Der Turm soll bis zum Freitag wieder stehen“. Diesmal aber muss ein Holzkran aushelfen.

Traditionell werden die Holztürme am kommenden Samstag, dem Karsamstag entzündet. Einzig die Nacht zuvor, am Abend des Karfreitag beginnend, wird der Osterfeuer-Turm bewacht. So soll verhindert werden, dass die großen Holztürme mutwillig und vor allem zu früh abgebrannt werden.

Vor allem im Lungau ist der Brauch weit verbreitet. Der Turm der Höfer Brauchtumsgruppe, bestehend aus acht Freunden, wurde heuer zum achten Mal aufgebaut.

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