Von Polizei gefasst

Erfolgloses Betrügertrio verirrte sich auf Flucht

Österreich
19.08.2013 10:14
Drei bulgarische Wechselbetrüger sind der Polizei am Samstagnachmittag im steirischen Köflach ins Netz gegangen. Zuerst scheiterte ein Täter an der resoluten und mutigen Kassiererin eines Supermarktes, dann verfehlte das flüchtende Trio auch noch den Weg auf die Südautobahn und fuhr den Polizisten direkt in die Arme. Die Täter sind in Haft.

Gegen 15 Uhr bat ein vorerst Unbekannter die Kassiererin eines Supermarktes, ein Bündel Zehn-Euro-Scheine in Hunderter umzuwechseln. Erst als der Täter wieder gegangen war, fiel der 30-Jährigen auf, dass sie um 200 Euro betrogen worden war. Das ließ sich die Frau allerdings nicht gefallen. 

Die resolute und mutige Weststeirerin rannte dem Mann nach und stellte ihn vor den Augen zahlreicher Passanten lautstark zur Rede. Daraufhin gab ihr der verschreckte Bulgare die Beute zurück und machte sich aus dem Staub. Die Kassiererin alarmierte die Polizei.

"Der Verdächtige und zwei Komplizen wollten danach möglichst schnell verschwinden, doch auf der Fahrt zur Südautobahn haben sie sich verirrt", berichtete ein erhebender Beamter. "Der Lenker ist in ein Radrennen geraten, bei dem wir Dienst gemacht haben. Vom Betrug haben wir gewusst und daraufhin das verdächtige Fahrzeug angehalten."

39-Jähriger zeigt sich geständig
Die Insassen im Alter von 31, 36 und 39 Jahren wurden festgenommen. Bei der Einvernahme gab der Älteste 15 weitere Wechselbetrügereien mit einem Gesamtschaden von etwa 2.000 Euro zu - in Birkfeld, Graz, Linz sowie in Mödling, Vösendorf und Wiener Neudorf. Der 31- und der 36-Jährige zeigten sich bisher nicht geständig, Videoaufzeichnungen belasten die Männer jedoch. 

Die drei Bulgaren dürften zu einer Bande gehören, die quer durch Österreich zieht. Sie sind mittlerweile in Haft und werden noch zu weiteren Straftaten überprüft.

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