07.08.2013 18:22 |

Brunnen geöffnet

Ungarn: Roma von Ozd sollen wieder Wasser bekommen

Die Roma im nordungarischen Ozd sollen wieder Trinkwasser bekommen. Bürgermeister Pal Fürjes sagte am Mittwoch, die meisten Brunnen würden wieder geöffnet werden. In Anbetracht der großen Hitze habe Innenminister Sandor Pinter ihn dazu aufgefordert. Die Stadt hatte die Zufuhr bei vielen öffentlichen Hydranten wegen angeblicher Wasserverschwendung gekappt (siehe Infobox).

Pinter hatte auf eine Forderung der sozialistischen Opposition reagiert, wie sein Ministerium bestätigte. In Ungarn werden für Donnerstag mehr als 40 Grad im Schatten erwartet. Ob die Öffnung der Hydranten endgültig ist oder nur vorübergehend während der Hitzewelle, ist noch nicht klar.

In der betroffenen bitterarmen Roma-Siedlung haben die Menschen kein fließendes Wasser in ihren Wohnungen. Sie versorgen sich ausschließlich an öffentlichen Brunnen. In Ozd regiert die rechtsnationale Partei FIDESZ von Ministerpräsident Viktor Orban, der auch Pinter angehört. Auch deshalb war der Fall Anlass für innen- wie außenpolitischen Aufruhr. Deutschlands Grüne hatten die Kappung der Trinkwasserzufuhr als inhuman angeprangert.

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