US-Präsident Trump hat die Ära des internationalen Freihandels beendet. Sie hat über 70 Jahre der Welt unter Führung der USA zu ungeahntem Wohlstand verholfen; ganz besonders den ehrgeizigen Staaten in Asien. China ist Infrastrukturweltmeister geworden. Europa ruhte sich auf altem Speck aus und geriet ins Hintertreffen. Zuletzt kam es durch Ungleichgewichte zu Handels- und Zahlungsbilanzproblemen. Das rief nach Reformen, aber nicht nach Zerstörung.
Trumps Sündenregister gegen Europa ist groß. Er will, dass die EU mehr US-Produkte kauft. Er ortet Benachteiligungen im Wettbewerb, wo die EU keine sieht. Wenn Europa keine Hormonrinder und Chlorhühner will, dann aus Gesundheitsgründen, und nicht um Konkurrenz auszuschalten. Wenn die EU die digitalen Netzwerke der amerikanischen Tech-Giganten einer Regulierung unterwirft, dann aus ordnungspolitischen und nicht aus diskriminatorischen Gründen. Trump will, dass Europa in der jetzigen Rüstungsoffensive die Waffen aus den USA kauft. Europa will aber gerade jetzt eine gemeinsame europäische Rüstungsindustrie auf die Beine stellen. Trump will weniger Subventionen für die europäische Wirtschaft, übersieht aber geflissentlich, dass sein gigantisches Rüstungsbudget die größte Subventionsmaschine der USA ist.
Wie kann man mit einem Menschen auf einen grünen Zweig kommen, der eigentlich nicht hören und nicht sehen will?
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