21.07.2013 19:00 |

"Das ist Satire"

Riesenwirbel um FPÖ-Werbeaktion mit Fritzl-Konterfei

Während der Keller von Josef Fritzl im niederösterreichischen Amstetten mittlerweile - wie berichtet - mit Beton aufgefüllt worden ist, sorgen nun Mitarbeiter der Freiheitlichen Arbeitnehmer erneut für Aufregung. Diese werben nämlich mit dem Konterfei des Inzest-Vaters. Nun hat die Aktion auch juristische Folgen: Walter Anzböck (Bild), Masseverwalter des verurteilten Verbrechers, wird die blauen Arbeitnehmer klagen: "Das Sujet ist geschmacklos."

Auslöser der Aktion war eine Debatte im Mai, bei der es um den Vorschlag des roten Justizsprechers Hannes Jarolim ging, die lebenslange Freiheitsstrafe abzuschaffen. 25 Jahre Haft als Höchststrafe würden genügen, wurde argumentiert.

Kurz darauf bastelten die Freiheitlichen Arbeitnehmer Niederösterreichs ein Plakat, das jetzt für Wirbel sorgt. Darauf zu sehen: Josef Fritzl, der Spruch "25 Jahre sind genug" und das Logo der SPÖ (kleines Bild). Die Roten freilich schäumen vor Wut.

FPÖ: "Keine Geschmacklosigkeit, sondern Satire"
"Die parteipolitische Komponente ist mir völlig egal", erläuterte Anzböck: "Mir geht es rein um den Schutz der Opfer, deren Interessen es zu wahren gilt", so der Anwalt aus Tulln. Am Montag wird Anzböck deshalb gegen das Sujet juristisch mittels Unterlassungsklage und einer symbolischen Entschädigungsforderung von 10.000 Euro, die an die Familie des Inzest-Vaters ausbezahlt werden soll, vorgehen.

Nur die Freiheitlichen verstehen den plötzlichen Ärger nicht. Sprecher Daniel Jägerbauer erklärte gegenüber der "Krone": "Das ist keine Geschmacklosigkeit, sondern Satire."

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