Klein, rund, definitiv eine Sünde und dennoch einfach zum Anbeißen: Fasching ohne Krapfen ist auch in Oberösterreich kaum vorstellbar. Wir feiern die Köstlichkeit in der fünften Jahreszeit als Must-have, und eine essenzielle Zutat ist Kreativität. Immer öfter erobern närrische Kreationen den Markt.
Von märchenhaften Schöpfungen wie dem „Rapunzel“- oder „Böser-Wolf“-Krapfen mit verschiedenen Füllungen wie Nougat (Bräuer aus Reichenthal) über schaurige Erfindungen wie Leberkäse- oder Schnitzelkrapfen (Billa Plus) spannt sich der Bogen bis zu einer Kreation, die im Gewand eines Burgers daherkommt - Fleischlaberl und Pommes inklusive (Le Burger). Und: Der Dubai-Schokoladen-Hype macht heuer auch vor dem leckeren Faschingsbotschafter nicht Halt.
Doch ist das mehr als bloß ein Marketing-Gag? Der Linzer Konditormeister Leo Jindrak hat mit seinem Team auch diesen Trend getestet. Mit dem Ergebnis, dass der Krapfen mit Schoko- und Pistazienfüllung – nach Jindraks Expertise – doch zu viel des Guten war. „Aber man muss ja nicht überall dabeisein, am beliebtesten sind ohnehin die Klassiker mit Marmelade oder Vanillecreme. Erlaubt ist, was schmeckt.“
Das macht Krapfen aus
Was macht den perfekten Krapfen aus? „Die Qualität der Zutaten ist das Wichtigste, von der Füllung bis zum Siedefett. Auch die Temperatur spielt eine Rolle, am besten immer bei Raumtemperatur genießen. Generell gilt, je frischer, desto besser, aber ein guter Krapfen muss auch am Abend noch schmecken.“ Wie isst man ihn richtig? „Auf der Loch-Seite reinbeißen ist ratsam, anpatzen ist aber definitiv erlaubt.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.