Nach den doppelt gescheiterten Regierungsverhandlungen haben Politiker auf Bundesebene mehr denn je ein grottenschlechtes Image. Wer kein hartgesottener Parteianhänger ist, findet daher die Idee von Experten in der Regierung charmant. Warum der Teufel aber im Detail steckt, erklärt „Krone“-Politexperte Peter Filzmaier.
1. Welche Fachleute sind für Regierungsämter geeignet? Experten müssen sich in einem Sachgebiet auskennen. Eine Begriffsbestimmung, was das in der Politik bedeutet, die gibt es freilich nicht. Man kann trefflich streiten, wer geeignet ist. Universitäre Kriterien des Expertentums – zum Beispiel wissenschaftliche Publikationen – passen oft nicht zum verlangten Praxisbezug. Umgekehrt begründen das Selbstlob eines gesunden Hausverstands und ein bisschen Berufserfahrung keinerlei echte Expertise.
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