16.07.2013 17:59 |

Tour de France

Rui Costa gewinnt 16. Etappe, Froome weiterhin voran

Der portugiesische Movistar-Profi Rui Costa hat am Dienstag die 16. Etappe der 100. Tour de France über 168 Kilometer von Vaison-la-Romaine nach Gap in 3:52:45 Stunden solo gewonnen. Dahinter landeten mit 42 Sekunden Rückstand die Franzosen Christophe Riblon und Arnold Jeannesson. Der Brite Christopher Froome blieb unverändert Gesamtführender, er kam mit allen seinen ersten Verfolgern mit gut elf Minuten Rückstand ins Ziel.

Am letzten Hindernis des Tages sah sich Leader Froome von verschiedenen Fahrern angegriffen. Zunächst versuchte es Joaquim Rodriguez, dann Alberto Contador und danach auch dessen Teamkollege Roman Kreuziger. Doch zunächst konnte Froomes Edelhelfer Richie Porte die kleinen Lücken jeweils schnell wieder schließen. Als Contador und Kreuziger nochmals angriffen, fiel Porte zwischenzeitlich zurück, doch Froome selbst konterte die Attacken souverän.

Zwischenfall auf elf Kilometer langer Abfahrt
Auf der sehr gefährlichen elf Kilometer langen Abfahrt kam es dann zu einem Zwischenfall, in den die Spitzenleute involviert waren: Contador stürzte nach einer Kurve, Froome strauchelte beim Ausweichen und musste einen Umweg über den Rasen am Straßenrand fahren. Nach dem Vorfall nahm sich Froome Contador vor.

Froome kritisiert Contador und Fuglsang
"Contador und Fuglsang (Jakob Fuglsang/Astana, Anm.) sind auf der Abfahrt zu viel Risiko eingegangen. Alberto stürzte vor mir. Ich musste von der Straße runter, um ihm auszuweichen. Meiner Meinung nach war seine Aktion auf dieser Abfahrt viel zu gefährlich. Er konnte sein Rad kaum kontrollieren", schimpfte Froome, blieb dabei aber wie immer noch fast verbindlich. Contador verteidigte sich: "Ich hatte angekündigt, ihn weiter zu attackieren, auch wenn er souverän in Führung liegt. Der Untergrund war uneben und ich bin auf dem Geröll ausgerutscht."

Am Mittwoch steht das zweite Einzelzeitfahren der Jubiläumstour auf dem Programm. Weil es auf der 32 Kilometer langen Strecke von Embrun nach Chorges ständig auf und ab geht, dürften eher die Bergfahrer statt die Spezialisten im Kampf gegen die Uhr zum Zug kommen. Froome erfüllt alle Voraussetzungen, um im Ziel der 17. Etappe seinen dritten Tageserfolg bei der diesjährigen Tour einzufahren. Unabhängig davon ist zu erwarten, dass der Brite seinen Vorsprung an der Spitze der Gesamtwertung vergrößert.

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