17.10.2005 18:44 |

Weltcup-Auftakt

Grünes Licht für die "Speed-Queen"

Dass die Schweizer Herren einen Vierfachsieg landen wie das am Sonntag erneut bei den Snowboardern geschah, das kann Österreichs Alpinteam am Sonntag beim Weltcup-Auftakt in Sölden angesichts der Krise bei den Eidgenossen wohl nicht passieren. Trotzdem bereiten sich die ÖSV-Teams diese Woche mit Volldampf auf Sölden vor. Die Damen im Stubaital, die Herren im Pitz- und Mölltal.

Die erfreulichste Nachricht kam am Montag aus dem Stubaital. Renate Götschl absolvierte mehrere problemlose freie Fahrten ohne gröbere Knie-Probleme, am Dienstag will die Speed-Queen auf dem von der Liftgesellschaft mit Wasser präparierten Eishang auch wieder rennmäßig Tore fahren. "Ich muss zwar weiter schauen wie es dem Knie geht, ich bin aber zuversichtlich und denke schon, dass es gehen wird", sagte Götschl. Die Damen eröffnen am Samstag das Söldener Renn-Wochenende mit ihrem Riesentorlauf.

Miller in Sölden unbesiegbar
Zu Wort gemeldet hat sich erstmals seit seiner verspäteten Ankunft in Europa auch Bode Miller. Der Weltcup-Titelverteidiger und seit zwei Jahren in Sölden unbesiegte US-Star bestätigte, dass ihn der schwere Motorrad-Unfall seines Bruders sehr mitnehme, andererseits könne er gerade beim Skifahren am besten abschalten.

Erst in ein bis zwei Monaten werde man genauer wissen, wie es gesundheitsmäßig mit seinem Bruder Chelone weitergehe, sagte Miller. Der US-Fahrer mit dem riskanten Stil gestand auch ein, konditionell noch nicht voll auf der Höhe zu sein. "Ich wäre da gerne weiter", sagte Miller, der sich erstmals nur mit dem US-Team, also ohne Kontakt zu den Österreichern auf die Saison vorbereiten hatte müssen. Auch in Neuseeland trainierten die USA in einem anderen Skigebiet als der ÖSV. "Deshalb weiß ich nicht, wie stark die anderen schon sind", gestand Miller.

ÖSV-Team für RTL fix
Mit Mario Scheiber, Mario Matt und Andreas Schifferer ist das elfköpfige ÖSV-Team für den Auftakt-Riesentorlauf am 23. Oktober fix. Bereits zuvor waren Hermann Maier (trotz seines nächsten Horror-Sturzes - mehr dazu in der Linkbox), Benni Raich, Stephan Görgl, Rainer Schönfelder, Michael Walchhofer, Christoph Gruber sowie die beiden Europacup-Fixstartern Patrick Bechter und Hannes Reichelt festgestanden.

Bild: Symbolfoto

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