Der ehemalige freiheitliche Spitzenpolitiker Johannes Hübner ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Er war Nationalrats- und bis zu seinem Ausstieg aus der Politik Bundesratsabgeordneter. Seine politische Laufbahn begann Hübner 1986 als Bezirksrat auf der Wieden.
2008 zog Hübner dann in den Nationalrat ein, dem er bis 2017 angehörte. Nach der Wien-Wahl 2020 wurde der Außenpolitik-Experte vom Wiener Landtag als Mitglied des Bundesrats entsandt. 2023 schied er aus diesem Gremium aus. Hübner war verheiratet, Vater zweier Töchter und Großvater mehrerer Enkelkinder.
„Johannes Hübner hat sich – neben seinem Beruf als Rechtsanwalt – in all seinen Funktionen über Jahrzehnte hinweg für die freiheitliche Gemeinschaft mit voller Kraft und Leidenschaft eingesetzt“, sagten der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp und der Wiener Klubobmann Maximilian Krauss in einer Aussendung am Montag. Er habe keine Konfrontation gescheut und sei der Partei „auch in schwierigen Zeiten immer loyal zur Seite“ gestanden. Hübners Ableben sei „plötzlich“ gewesen.
„Mit ihm verlieren wir einen hochverdienten Weggefährten und einen großartigen Freund und Kameraden, den wir stets in ehrenvoller Erinnerung behalten werden. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie, seinen Freunden und all seinen Hinterbliebenen“, sagte FPÖ-Chef Herbert Kickl in einer Aussendung.
Besuch bei Taliban
Zuletzt in die Schlagzeilen geraten war Hübner wegen eines Besuchs mit anderen Ex-Blauen beim Taliban-Regime in Afghanistan. Er war Ende September 2023 mit dem ehemaligen blauen EU-Mandatar Andreas Mölzer nach Afghanistan gereist und hatte dort unter anderem den Außenminister der nicht anerkannten Taliban-Machthaber getroffen. Die FPÖ-Spitze teilte daraufhin mit, dass die Reise nicht abgesprochen gewesen sei.
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