Vadlau/Ogar hatten bereits vor dem abschließenden Medal Race der Top Acht am Samstag eine Medaille sicher, nach dem siebenten Platz in der finalen Wettfahrt wurde es gesamt der zweite Rang. Für den rot-weiß-roten Verband war es nach Gold durch Sylvia Vogl/Carolina Flatscher 2008 die erste EM-Medaille in der olympischen Damen-Zweihand-Klasse.
"Wir sind mit einem sehr guten Gefühl angereist und haben uns hier bereits in der Vorbereitung richtig wohl gefühlt. Unser Ziel war, um eine Medaille mit zu segeln, jetzt haben wir Silber und können damit ausgezeichnet leben", sagte Jugend-Olympiasiegerin Vadlau. "Die Chance auf Gold war da, wir sind sehr gut ins Medal Race gestartet, haben dann aber einen taktischen Fehler auf dem Vorwindkurs gemacht und waren dadurch zu mehr Risiko gezwungen", merkte sie an.
Groß war die Freude auch bei OeSV-Sportdirektor Georg Fundak: "Dadurch das Lara und Jolanta mit den Herren mittrainieren, werden sie sehr intensiv und auf hohem Niveau gefordert. Sie haben das Programm angenommen, sehr ehrgeizig gearbeitet und ernten nun die Früchte. Das ist ein toller Erfolg, der das gesamte Team beflügelt."
Olympia-Duo Vadlau/Ogar derzeit nicht möglich
Vadlau, die bei den Olympischen Spielen 2012 in London im 470er mit Eva-Maria Schimak an die 20. Stelle gekommen war, bildet seit neun Monaten mit Ogar ein Gespann. Bei Europameisterschaften und Klassen-Weltmeisterschaften dürfen Sportler verschiedener Nationen in einem Boot sitzen. Bei der ISAF-WM 2014 allerdings, bei der es bereits um Olympia-Quotenplätze geht, muss das Boot unter der Flagge eines Landes segeln. Dazu bedarf es einer Genehmigung.
Was Ogar betrifft, hatte für den österreichischen Verband der sportliche Aspekt bisher absolute Priorität. Wie es bezüglich einer möglichen Einbürgerung weitergehen könnte, dazu soll es im Herbst erste Gespräche geben.
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