ÖVP und vor allem auch die Neos machen Andreas Babler persönlich für das Scheitern der Regierungsverhandlungen verantwortlich. Doch der inszeniert sich als Opfer. Die mächtige Wiener SPÖ war und ist jedenfalls nur Zuschauer. Bis zur Wienwahl.
„Danke für nichts“, herrschte Andreas Babler Doris Bures leise, aber doch gut hörbar in der vorweihnachtlichen Verhandlungsrunde an. Die dritte Nationalratspräsidentin, die mächtige SPÖ-Politikerin, hatte zuvor eine kleine Brandrede zur Notwendigkeit von Reformen aufgrund der Wirtschaftskrise in Österreich gehalten. Während die Verhandler von ÖVP und Neos zustimmend und nickend reagierten, war Babler sichtlich empört. Es waren Szene wie diese, die allen in den Gesprächen klarmachten, wie gespalten die SPÖ in den Regierungsverhandlungen war. Am Schluss war es der Flügel um Babler, der den Ton angegeben hatte.
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