Wie ein Tsunami
Riesenwellen zerstören in Peru und Ecuador Boote
Ungewöhnlich hohe, Tsunami-ähnliche Wellen richten zurzeit an den Küsten von Peru und Ecuador massive Schäden an. Rund 100 Boote wurden von den Wassermassen zerstört, mindestens zwei Menschen kamen bisher ums Leben. Die Wellen sollen bis zum Neujahrstag anhalten.
Aufnahmen aus Piura (Video oben), einer Stadt im Norden Anden-Staates Peru, zeigen die bis zu vier Meter hohen Wellen, von denen Fischerboote wie Spielzeug mitgerissen und zum Kentern gebracht werden.
Die Behörden schlossen 91 Häfen an der Küste von Peru, wie der Leiter der ozeanografischen Abteilung der Marine, Enrique Varea, gegenüber dem TV-Nachrichtensender Canal N erklärte. Etwa 100 Boote wurden bislang zerstört oder sanken, 180 Fischer sitzen in ihren Schiffen noch auf dem Meer fest.
Fischer: „Noch nie so starke Wellen gesehen“
„Wir brauchen die Hilfe der Behörden. Wir haben hier etwa 100 Boote verloren“, sagte ein Fischer gegenüber dem Fernsehsender TV Peru. „Ich bin 70 Jahre alt und habe noch nie so ungewöhnliche und starke Wellen gesehen“, erklärte der Mann. 31 Fischer, die in den Wellen gestrandet waren, wurden am Samstagnachmittag von der Marine gerettet.
Nach Angaben der peruanischen Marine werden die Wellen durch Winde an der Meeresoberfläche erzeugt. Viele Strände in der Mitte und im Norden des Landes wurden gesperrt, um Menschenleben nicht zu gefährden, so die Behörden. Sie machen den Klimawandel für die ungewöhnlich starken Wellen verantwortlich.
„Klimawandel Grund für anormale Wellen“
Das Wetterphänomen wird voraussichtlich bis zum Neujahrstag anhalten. „Der Klimawandel ist der Grund für diese Art von anormalen Wellen“, erklärte der Leiter der Zivilschutzeinheit in der peruanischen Region Callao, Larry Linch, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Auch an der zentralchilenischen Küste in Viña del Mar wurden große Wellen gesehen, die zu Warnungen seitens der Behörden des Landes führten. Laut Angaben des Nationale Katastrophenschutzzentrum Perus begann das Wetterphänomen begann zu Weihnachten und wird zumindest bis zum Neujahrstag anhalten.









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