Kein Ende im Polithickhack zwischen ÖVP und SPÖ in der südburgenländischen Gemeinde Ollersdorf (Bezirk Güssing). Die jüngsten Anlässe: Die Weihnachtsfeier des Pensionistenverbandes und eine geplatzte Gemeinderatssitzung.
Keinen politischen Weihnachtsfrieden gibt es in Ollersdorf: ÖVP-Bürgermeister Bernd Strobl und die SPÖ-Fraktion krachten wieder einmal aneinander. Einen Anlass bildete die Weihnachtsfeier des SPÖ-Pensionistenverbandes. Wie in den Jahren davor war auch ÖVP-Ortschef Strobl dazu eingeladen, doch sagte er diesmal ab.
Strobl begründete dies in einem Schreiben an die Mitglieder damit, dass Altlandesrat und SPÖ-Gemeinderat Christian Illedits die Obmannschaft übernommen hat. „Eine Person, die es vorzieht, die Arbeit der Gemeinde sowie meine damit verbundene Arbeit ständig in unsachlicher Weise zu kritisieren und damit versucht, unsere Gemeinde und unsere Vereine zu spalten“, so der Ortschef im Schreiben. Illedits weist das zurück: „Ich habe bewiesen, dass ich ein Brückenbauer bin. Wenn, dann spaltet Bürgermeister Strobl mit seiner Vorgangsweise.“
Gemeinderat nicht beschlussfähig
Nach Weihnachten der nächste Aufreger: Die Budgetsitzung musste abgesagt werden, weil sich die SPÖ-Fraktion aus terminlichen Gründen entschuldigte und der Gemeinderat nicht beschlussfähig war. „Die Sitzung zwischen Weihnachten und Neujahr hat bei uns Tradition“, so Strobl. Offenbar seien andere Dinge wichtiger, als das Wohl der Gemeinde.
Konter der SPÖ-Fraktion: „Wir haben Strobl bereits im Oktober mitgeteilt, dass ein Großteil unserer Mandatare zu diesem Termin verhindert sein wird.“ Es habe dann sogar im November einen Gemeinderatsbeschluss gegeben, die Sitzung vor Weihnachten abzuhalten. „Doch das wurde offenbar ignoriert“, heißt es.
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