Es klingt fast wie der Name eines Wrestling-Kämpfers, dabei ist es ein Projekt der Linz AG: Unter dem Titel „Heatrock“ tüftelt das Unternehmen gemeinsam mit fünf Partnern an einer Innovation für das Fernwärme-Netz. Im Inneren eines Berges soll Warmwasser gespeichert werden. Ein Berg bei Linz wird hier zum Testgebiet.
Ist es möglich, warmes Wasser im Inneren eines Berges zu speichern und bei Bedarf im Winter für das Fernwärmenetz zu nutzen? Diese Frage beschäftigt die Experten, die beim Linz-AG-Forschungsprojekt namens „Heatrock“ die Köpfe zusammenstecken.
Die Fachhochschule Oberösterreich ist mit an Bord, das Energieinstitut der Johannes Kepler Universität, das Austrian Institute of Technology, die Montan-Uni Leoben und das Team Baugeologie und Tunnelbau des Ingenieurbüros Laabmayr & Partner – sie tüfteln gemeinsam an der Energiespeicher-Innovation. Erforscht, erprobt und untersucht wird dabei die Möglichkeit einer großtechnischen Wärmewasserspeicherung in Schacht-ähnlichen Hohlräumen, sogenannten Kavernen, in einem Felsgestein.
Alle Fäden laufen bei Melanie Hörtler von der Linz AG zusammen: Sie ist die Leiterin des Projekts „Heatrock“. Für die Forschungsphase gab Grundstückseigentümer Niklas Salm-Reifferscheidt grünes Licht, dass am Areal Pfenningberg Gesteinsproben entnommen werden können. Die Granit-Gneis-Eigenschaften machen den Linzer Hausberg zum idealen Testgebiet. Hier herrschen nämlich Bedingungen vor, wie man sie auch in Gebieten vorfindet, in denen die Umsetzung des Bergspeichers erfolgen könnte.
Die von Erich Haider geführte Linz AG versorgt aktuell knapp 90.000 Haushalte mit Fernwärme.
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