Tochter von Fußballer:

Nach Kreuzbandriss furiose Rückkehr in den Weltcup

Ski Alpin
21.12.2024 06:46

Eine magische Woche! Zwei Weltcup-Siege, zwei zweite Plätze und den 18. Geburtstag am Donnerstag gefeiert. Elina Stary, Tochter der Fußball-Legende Roman Stary, gelang nach ihrem 2023 erlittenen Kreuzbandriss eine furiose Rückkehr in den Paraski-Weltcup. Und das mit einem Sehvermögen von zwei Prozent!

Elina gewann am Anfang der Woche mit Guide Vanessa Arnold beide Weltcup-Slaloms im französischen Tignes, hängte in der sehbehinderten Klasse auch die niederösterreichische Seriensiegerin Veronika Aigner (mit Guide Elisabeth Aigner) ab. Danach folgten zwei zweite Plätze bei den Riesentorläufen in Courchevel, wo sie Donnerstag auch ihren 18. Geburtstag feierte.

Elina Stary feierte am Donnerstag ihren 18. Geburtstag.
Elina Stary feierte am Donnerstag ihren 18. Geburtstag.(Bild: GEPA pictures)

„Hatte nach dem Kreuzbandriss wenig Erwartungen“
Die Kärntnerin strahlte: „Ich bin super happy, dass es so aufgegangen ist. Ich habe mir das absolut nicht erwartet, bin nach der langen Pause nach dem Kreuzbandriss mit wenig Erwartungen hergekommen. Es hat mir richtig getaugt, dass Zusammenspiel mit meinem Guide Vanessa war perfekt.“ Die beiden kommunizieren auf der Piste über ein Headset.

Elinas Papa Roman Stary führte 2001 den FC Kärnten zum Cupsieg.
Elinas Papa Roman Stary führte 2001 den FC Kärnten zum Cupsieg.(Bild: Christof Birbaumer)

Mit eineinhalb Jahren das Skifahren gelernt
Die Geschichte von Elina ist bemerkenswert. Sie kommt aus einer sehr sportlichen Familie. Papa Roman spielte u.a. bei Rapid, Austria Wien, GAK, Hartberg, Wacker Tirol und dem FC Kärnten, mit dem er 2001 Cupsieger wurde, Fußball. Mama Petra fuhr im Snowboard-Europacup. Bruder Rafael ist erfolgreicher Motocrosser. Seit der Geburt leidet Elina an einem okulären Albinismus, hat daher nur ein sehr geringes Sehvermögen. Das hinderte sie aber nicht daran, mit eineinhalb Jahren das Skifahren zu lernen. Auch Reiten, Turnen und Akrobatik liebt sie sehr.

Die Leidenschaft für das Reiten teilt sie auch mit Veronika Aigner, die in Courchevel beide Riesentorläufe gewann. Deren ebenfalls sehbeeinträchtiger Bruder Johannes holte mit Guide Nico Haberl diese Woche zwei erste und zwei zweite Plätze.

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