26.05.2013 19:06 |

Angst vor Kündigung

Immer mehr Österreicher gehen krank in die Arbeit

Husten, Schnupfen, Grippe und noch Schlimmeres - statt sich daheim auszukurieren, schleppen sich immer mehr Österreicher krank in die Arbeit. Die neuesten Zahlen des Hauptverbands der Sozialvesicherungsträger zeigen: Im Vorjahr entfielen auf jeden Erwerbstätigen im Schnitt 12,8 Krankenstandstage - im Jahr davor waren es noch 13,2. Einer der Gründe: die Angst, bei längerer Abwesenheit den Job zu verlieren.

Mit einem Bein im Krankenbett, mit dem anderen am Arbeitsplatz - gerade in Krisenzeiten haben viele Österreicher Angst, zu lange auszufallen. Die Gründe sind klar: Wer nicht da ist, muss ersetzt werden. Im schlimmsten Fall für immer. Die wichtigsten Zahlen aus dem aktuellen Bericht:

  • Von 2011 auf 2012 ist die Gesamtzahl der Krankenstandstage zurückgegangen - in absoluten Zahlen von 39.977.321 auf 39.671.833 Tage (bei gleichzeitiger Zunahme der Beschäftigtenzahl von 3,036 Millionen auf 3,089 Millionen im Jahresschnitt).
  • Laut Statistik sind Frauen länger krank als Männer: Sie beanspruchen im Schnitt 13,2 Tage, während Männer 12,5 Tage im Jahr nicht am Arbeitsplatz erscheinen.
  • Die durchschnittliche Abwesenheitsdauer pro Krankenstand beträgt 10,5 Tage.

Was viele aber nicht bedenken: Kranke Angestellte am Arbeitsplatz kosten eine Firma im Schnitt 2.400 Euro pro Jahr - doppelt so viel wie jene, die daheim bleiben.

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