Eine jahrelange politische Debatte könnte mit der Angelobung einer blau-schwarzen Landesregierung ein Ende haben. Mittlerweile rückt auch die ÖVP vom Liezener Leitspital ab und erfüllt damit eine Koalitionsbedingung der Freiheitlichen. Neubau in Stainach-Pürgg wird es unter Kunasek keinen geben, dafür soll Rottenmann aufgewertet werden.
Jetzt werden in der Steiermark Nägel mit Köpfen gemacht. Vorgezogen haben die Flughafen-Verhandler von Blau und Schwarz den brisanten „Cluster“ Gesundheit und Pflege – so wurde gestern in den Hallen des Grazer Thalerhofs unter anderem die Zukunft des umstrittenen Liezener Leitspitals diskutiert. Schon im Vorfeld war klar, dass die FPÖ auf eine Alternativlösung zum millionenschweren Neubau auf der grünen Wiese drängen wird; befeuert durch das eindeutige Wahlergebnis im Ennstal mit weit über 40 Prozent für die Freiheitlichen.
Die ÖVP, bislang größte Verfechterin des Zentralkrankenhauses, dürfte Mario Kunasek in dieser Frage weitgehend entgegenkommen und von der Errichtung der Klinik in Stainach-Pürgg abrücken. Insidern zufolge ist das Leitspital damit politisch so gut wie tot! Stattdessen soll das bestehende Krankenhaus in Rottenmann aufgewertet, zur zentralen medizinischen Anlaufstelle im Bezirk Liezen ausgebaut werden. Damit können auch die Schwarzen leben – die Blauen, die in Rottenmann unglaubliche 63 Prozent einheimsten, ohnehin. Damit könnte nach einer wahren Pleiten-, Pech- und Pannenserie im Ennstal ein endgültiger Schlussstrich unter eine jahrelange politische Debatte gezogen werden.
Übrigens: Auch mit einer SPÖ in der Regierung wäre das Leitspital nicht mehr realisiert worden. Der damalige Vorsitzende Anton Lang war ebenfalls von den Plänen abgerückt, um eine gute „Braut“ für eine mögliche „Regierungs-Ehe“ mit den Freiheitlichen abzugeben.
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