Gleich zwei neue starbesetzte Agenten-Serien warten auf die Streamingfans. Sie haben ähnliche Handlungen und sind doch recht verschieden: Wer „The Agency“ schauen sollte und wem „Black Doves“ besser gefallen wird, lesen Sie hier.
Spionageserien sind derzeit sehr „in“ – nun wollen auch die größten Stars mitnaschen. Und so haben die Geheimagenten daheim auf der Couch jetzt die Qual der Wahl zwischen „Black Doves“ auf Netflix mit Keira Knightley und „The Agency“ auf Paramount+ mit Richard Gere und Michael Fassbender. Zwei konkurrierende Serien, die eine auffallend ähnliche Handlung haben: In beiden Geschichten gefährdet die Liebe die geheime Mission eines Spions bzw. einer Spionin ...
In „Black Doves“ gibt Knightley eine Agentin für eine mysteriöse Organisation. Nach außen hin ist sie die hingebungsvolle Ehefrau eines hochrangigen englischen Politikers, gibt aber unbemerkt seine Geheimnisse weiter. Als ihr Geliebter ermordet wird, geht sie auf einen blutigen Rachefeldzug, der zu einer internationalen Krise führt. Die Serie von Joe Barton ist aufwendig produziert und zeigt tolle Aufnahmen aus dem weihnachtlichen London neben spektakulären Actionszenen. Während Knightley als knallharte Spionin nicht immer glaubwürdig wirkt, ist Ben Whishaw als Auftragsmörder ein Highlight. Wichtigste Abgrenzung zu „The Agency“ ist der knochentrockene britische Humor, der die Produktion durchzieht und sie trotz der teilweise haarsträubend unglaubwürdigen Handlung sehenswert macht.
Wer statt Galgenhumor und Action lieber dialoglastige, unterschwellige Spannung mag, ist bei „The Agency“ besser aufgehoben. Auch diese Serie spielt in London, doch die Bildsprache ist eine ganz andere, man setzt auf ruhige Schnitte und unaufgeregte Szenerie, um die komplexe Handlung zu illustrieren. Das sieht gut aus, kann bei Actionliebhabern aber auch zu Langeweile führen. Michael Fassbender spielt einen CIA-Agenten namens Martian, der nach einem jahrelangen Undercover-Einsatz in Afrika zurückkehren muss – und nur unwillig seine Geliebte (Jodie Turner-Smith) dort verlässt. Als sie in London auftaucht, nimmt ein tödliches Spiel seinen Lauf.
Wer übrigens nur wegen Richard Gere in der Rolle des CIA-Chefs einschaltet, wird vielleicht enttäuscht sein. Denn Gere ist zumindest in den ersten zwei Folgen, die die „Krone“ vorab sichten durfte, nur in wenigen Szenen zu sehen.
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