Gesundes Grün

Tipps für den Rasen: Regelmäßig mähen, aber richtig!

Wohnkrone News
10.05.2013 12:23
Unschöne kahle Stellen, wenig einladende braune Flecken, nur spärlich wachsendes Grün, dafür aber umso mehr Unkraut – nicht in jedem Garten zeigt sich der Rasen von seiner schönsten Seite. Schuld an dem Grün-Desaster sind in vielen Fällen gar nicht so sehr die typischen Vernachlässigung der Pflege wie etwa mangelnde Düngung oder Bewässerung, sondern Fehler beim Mähen selbst.

Anwerfen und los geht's! Dank eines fast unüberschaubaren Angebots an verschiedensten Rasenmäher-Modellen für jeden Anspruch und jede Gartengröße, zusätzlich ausgestattet mit vielen bedienungsfreundlichen Extras, kann doch gar nicht so viel falsch gemacht werden. Oder doch?

"Viele Rasenprobleme sind in der Praxis leider durch falsches Mähen verursacht", betont Gärtnermeister Michael Flaschberger. Und zählt auch gleich einige der häufigsten "Mäh-Sünden" auf: Falscher Zeitpunkt und unregelmäßige Mähintervalle, falsche Schnitthöhe sowie falsche Vor- und Nachbearbeitung des Rasens.

"Aufgrund des überaus langen Winters, unter dem der Rasen gelitten hat, sollte man ganz allgemein für dieses Frühjahr eine intensivere Rasenpflege einplanen", so Flaschberger.

Der erste Schnitt
Begonnen wird die Mäh-Saison im Frühjahr mit dem ersten Rasenschnitt, wenn die Gräser eine Höhe von ca. sieben oder acht Zentimeter erreicht haben.

Wichtig sind dabei ein sauberer Schnitt und die richtige Schnitthöhe. Unbedingte Voraussetzung für einen sauberen Schnitt sind scharfe Messer im Mäher. Idealerweise sollten diese daher in der Mäh-Winterpause, spätestens jedoch vor dem ersten Rasenmähen, überprüft und gegebenenfalls nachgeschliffen werden.

Tipp: Stumpfe Mähmesser erkennt man daran, dass die Gräser nicht scharf und gerade abgeschnitten, sondern stark ausgefranst sind. Dem Rasen zuliebe auf jeden Fall nachschleifen.

Zu hoch, zu kurz und zu selten
In der Mäh-Praxis am meisten unterschätzt wird die richtige Schnitthöhe. Ein Fehler, der die Qualität und die Gesamtoptik des Rasenbildes auf Dauer stark beeinträchtigen kann.

"Üblicherweise liegt die richtige Schnitthöhe bei einem Zierrasen zwischen drei und vier Zentimeter, bei Nutzrasen sowie bei stark schattigen Stellen sollte man etwa einen guten halben Zentimeter dazurechnen", so Gärtnermeister Flaschberger.

Achtung: Je nach Saatgut, Jahreszeit und Wetter wächst der Rasen unregelmäßig rasch. Die richtige Schnitthöhe muss also vor jedem Mäh-Durchgang neu eingestellt werden. Wenn der Mäher die Höhe nicht in Zentimeter, sondern nach Stufen angibt: Eine Bahn mähen, dann mit Maßband Grashöhe messen und entsprechende Einstellung am Mäher vornehmen.

Wir Österreicher sind Mäh-Muffel, daher kann der Rasen gar nicht kurz genug geschnitten werden. So soll sich die Anzahl der erforderlichen Mähdurchgänge deutlich reduzieren. Das klingt in der Theorie einleuchtend, erweist sich in der Gartenpraxis aber als fatal: Ein zu kurz geschnittener Rasen benötigt wesentlich mehr Wasser, um nicht auszutrocknen. Meist ist daher auch schon im Frühsommer eine Zusatzbewässerung erforderlich. Dies erhöht die Kosten für den Wasserverbrauch deutlich. Spart man sich die zusätzliche Bewässerung, vertrocknet der Rasen sehr leicht, was an unschönen braunen, dürren Flecken zu erkennen ist.

Tipp: Lieber öfters, dafür aber mit einer höheren Schnitteinstellung mähen. Die Mehrarbeit wird durch saftiges und dichtes Grün belohnt!

Und noch einige Tipps zum richtigen Rasenmähen

  • Vor dem Mähen: Sollte der Rasen nicht betreten werden, denn zusammengetretenes, geknicktes Gras richtet sich nur sehr langsam wieder auf. Das kann dazu führen, dass der Rasen nicht in einer einheitlichen Höhe geschnitten wird.
  • Mäh-Häufigkeit: Im Frühjahr wie auch im Herbst wächst der Rasen besonders rasch. Experten empfehlen daher, nach Möglichkeit einmal wöchentlich zum Mäher zu greifen. Unterschiede können sich jedoch durch das Rasen-Saatgut ergeben. Gut gepflegte und ausgewogen gedüngte Rasenflächen mit Qualitätssaatgut wachsen langsamer als sogenannte Billigst-Saatgute – hier können sich Unterschiede bis zu einem Zentimeter Wachstum pro Woche ergeben.
  • Bei Nässe und Hitze: Bei nassen Bodenbedingungen nach Möglichkeit den Rasen nicht mähen. Blätter und Grashalme sind im feuchten Zustand wesentlich schwieriger sauber zu schneiden, da sie verklumpen und nicht vollständig in den Fangkorb gelangen. Auch sinken schwerere Mäher (Benzinmäher) leicht im Boden ein. So wird die Schnitthöhe verändert, was zu sehr unregelmäßigen Ergebnissen führen kann. Bei starker Hitze das Gras etwas höher stehen lassen, da es so mehr Feuchtigkeit aufnehmen und speichern kann.
  • Zu hohes Gras: Einige Male ist es sich nicht ausgegangen - und schon steht das Gras 14, 15 Zentimeter hoch. Das Problem: Je höher der Rasen, desto leichter stirbt er beim Mähen ab, da bei langen Gräsern nur der obere Teil grün und gesund ist. Wird jetzt zu stark geschnitten, kommt es zu (u.U. auch großen) braunen Flecken. Der Rasen weist Lücken auf, Unkraut und Moos breiten sich aus. Tipp: Rasen nach und nach kürzen und wieder auf die optimale Schnitthöhe bringen.
  • Schnittbreite des Mähers nutzen: Dabei sollte der Mäher etwa eine Radbreite in die bereits geschnittene Mähspur hineingeführt werden. So entsteht ein streifenfreies Gesamtbild.
  • Böschungen mähen: Stets quer zum Gefälle mähen.
  • Geschnittenes Gras: Die meisten Mäher verfügen heute über Fangkörbe. Wenn nicht, muss das abgeschnittene Gras entfernt werden, da es andernfalls den Rasen erstickt (braune, kahle Stellen). Achtung: Vorsichtig (!) das Gras zusammenrechnen und dabei nicht den gekürzten Rasen zu heftig reißen. Bei Einsatz eines Mulch-Rasenmähers bleibt das Gras liegen, da der Mäher die Halme so fein zerkleinert, dass sie die Grashalme nicht ersticken. 
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