Das Schweizer Außenministerium muss sparen und hat daher die Flüge seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Visier. Diese müssen künftig Economy statt Business-Klasse fliegen. Davon seien etwa Botschafterinnen und Botschafter sowie Staatssekretäre betroffen, sagte ein Sprecher am Freitag.
Bei sehr langen Flügen zu Konferenzen rät das Außenministerium, einen Tag vor dem Beginn anzureisen, um sich von etwaigen Strapazen der Reise erholen zu können. Nur in seltenen Fällen und auf Antrag würden künftig Ausnahmen erlaubt. Das Ministerium geht davon aus, sich durch den Umstieg auf Economy-Flüge rund 1,5 Millionen Franken pro Jahr zu sparen (umgerechnet 1,6 Millionen Euro).
Bisher haben Bundesangestellte bei Flügen, die mehr als neun Stunden dauern, oder bei Umsteigeflügen mit insgesamt mehr als elf Stunden Anspruch auf die Business-Klasse. Künftig gilt das noch für andere Ministerien. Der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis hatte den Umstieg auf die Economy zwar für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgeschlagen, konnte sich aber nicht durchsetzen.
Außenminister arbeitet im Flugzeug
Er selbst geht nur bedingt mit gutem Beispiel voran. Cassis verzichtet bei Linienflügen auf die erste Klasse und fliegt Business. Er müsse im Flugzeug arbeiten und nach der Ankunft meist sofort einsatzfähig sein, sagte der Sprecher des Ministeriums. Daher komme für ihn die Economy-Klasse nicht infrage. Bei Reisen mit mehreren Zielen oder zu Zielen, die nicht direkt erreicht werden können, nutzen Cassis und weitere Regierungsmitglieder meistens ohnehin die eigene Maschine.
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