Vor den Wahlen kommt Bewegung in die niederösterreichischen Ortsparlamente. In Hainfeld und St. Andrä-Wördern wechseln bereits erste Mandatare die politischen Seiten.
In knapp drei Monaten werden die politischen Karten in den meisten Gemeinden neu gemischt. Mancherorts führt das bereits jetzt zu ersten Verwerfungen.
Eigene Liste gegründet
So verliert die FPÖ in Hainfeld, Bezirk Lilienfeld, ihren derzeit einzigen Gemeinderat. Peter Terzer kehrt der Partei den Rücken. Der Grund: Die FPÖ-Spitze wollte ihm einen anderen Kandidaten als Nummer 1 vor die Nase setzen. Daraufhin legte Terzer sämtliche Parteifunktionen zurück – und wird im Jänner erstmals mit einer eigenen Liste zur Gemeinderatswahl antreten.
Pink statt rot
Auch die Sozialdemokraten müssen erste personelle Abgänge hinnehmen. Im Bezirk Tulln legt David Behling in St. Andra-Wördern das rote Fähnchen beiseite und hält ab sofort die Parteifarbe Pink hoch. Der bisherige Familiengemeinderat wechselt zu den Neos, die 2015 im Ort noch gar nicht präsent waren. „Ich habe den Anspruch, die Gemeinde zu gestalten, nicht zu verwalten“, stellt er seiner bisherigen Parteispitze kein gutes Zeugnis aus – wiewohl er betont, nicht im Unfrieden aus der SPÖ auszuscheiden. Auch in seiner neuen Partei will sich Behling vor allem um Familienpolitik kümmern: „Die Themen reichen da von leistbaren Wohnungen bis zur Kinderbetreuung.“
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