Die schwer angeschlagene Wirtschaft sackt immer weiter ab, die Aussichten für das nächste Jahr: trübe. Sanierung der Staatsfinanzen, entscheidende Schritte bei Asyl und Migration, Wohnen leistbar machen und, und, und: Es wäre viel zu tun im Staate Österreich, aber der wird nur verwaltet von den Überbleibseln der türkis-grünen Koalition, die uns „das Beste aus beiden Welten“ versprochen hatte.
Im September haben die Österreicher Türkis-Grün in die Wüste geschickt. Doch Nehammer, Kogler, Raab, Polaschek, Gewessler und wie sie alle heißen: Sie werden unser Land noch lange „regieren“, aber keine Akzente setzen können, die jetzt so wichtig wären.
Sie bleiben in ihren Ämtern, weil wir noch lange, sehr lange auf eine neue Regierung werden warten müssen. Erst gestern, dreieinhalb Wochen nach der Wahl, hat der Bundespräsident erste Weichen für die nächste Regierung gestellt.
Dabei unterscheidet sich der Wissensstand des Präsidenten, aber auch der Parteichefs und der Wähler jetzt im fortgeschrittenen Oktober nicht von jenem am 29. September (und davor). FPÖ-Kickl will Kanzler werden, findet aber keine Verbündeten. ÖVP-Nehammer will Kanzler bleiben und findet dafür vielleicht SPÖ-Babler als Verbündeten. Wer sich an die üble Vorwahl-TV-Konfrontation zwischen Nehammer und Babler erinnert, weiß, dass die Herren wenig verbindet. Da steht den Österreichern noch was bevor.
Die alte Regierung sollte längst in der Wüste sein, doch die neue ist noch lange bloß Fata Morgana.
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