Die 70-köpfige Jury hat geschlürft, gerochen, bewertet – und jetzt die begehrteste Trophäe der Branche vergeben. Das ist der Kürbiskernöl-Champion 2024.
Und der Gewinner ist: Clemens Lackner aus Söding! Der erst 23-Jährige kämpfte sich Dienstagabend, in festlichem Rahmen in Bad Gleichenberg, bei der höchsten Auszeichnung, die es in der Branche überhaupt gibt, auf das Siegerpodest und holte sich mit Bravour den Titel Kürbiskernöl-Champion 2024. „Ganz viel Liebe zum Produkt“ verriet der Gewinner die Zutat, die sein „grünes Gold“ zum Besten der Allerbesten unter 20 Finalisten machte. Seine Familie hat das Championat schon 2012 für sich entschieden, war heuer das vierte Mal beim Bewerb. Wir gratulieren!
Für so einen Erfolg auf dem Weg zur Königsklasse braucht es einen langen Atem. 400 Erzeuger schickten ihre Kostproben dafür schon Anfang des Jahres ins Rennen und ließen es, sogar unter Labor-Bedingungen, testen; 20 waren halt noch um das berühmte „Alzerl“ besser als die grünen Konkurrenten.
Zu den Finalisten zu gehören ist bereits eine riesige Auszeichnung, und heute prüfte noch eine strenge Jury deren Öl auf „Herz und Nieren“ in der Blindverkostung. Darunter echte Kapazunder. 4-Hauben-Koch Hubert Wallner etwa, dessen Lokal am Wörthersee von Falstaff schon sechsmal zum besten in Kärnten gekürt wurde. Er serviert seinen internationalen Gästen gerne Kernöl in allen möglichen Variationen – und liebt es selbst: „Ich esse jeden Tag einen gemischten Salat mit eurem Öl. Es ist einfach ein Traum.“ Und steirische Herdkünstler aus der ersten Reihe, wie Patrick Spenger, Hans-Peter Fink, Christian Übeleis, Christof Widakovich, Hans Windisch.
Prominenz aus Wirtschaft, Bauerntum, Politik, Gesellschaft kostete sich durch die Proben. Gemeinsam wurde, wie es im Expertenjargon heißt, geschlatzt und geschlürft, die typische Zweifarbigkeit überprüft (dunkelgrün, leicht rotbraun), auf die Viskose geachtet (dickflüssig ist gut), und der Geruch auf Frische kontrolliert.
Spitzenplätze aus Mureck und Deutschlandsberg
Auf den grandiosen Platz zwei katapultiere ihr Spitzenöl schließlich Hubert Ottenbacher aus Mureck. Den dritten holten sich Martina und Andreas Eberhardt aus Deutschlandsberg.
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