Obwohl viel Freizeit winkt, findet ein beliebtes Lokal in der Wiener Leopoldstadt keinen Mitarbeiter für die Küche.
Acht Stunden pro Tag, fünf Tage die Woche – macht insgesamt 40 Stunden. So in etwa sieht die typische Arbeitswoche für die meisten Beschäftigten in unserem Land aus.
Während die SPÖ und die Gewerkschaft in der 4-Tage-Woche mit nur 32 Stunden das Arbeitsmodell der Zukunft sehen, wird in einem Restaurant in der Leopoldstadt schon auf die 3-Tage-Woche gesetzt.
„Wir hatten für unsere Mitarbeiter im Service von Anfang an eine 4-Tage-Woche. Seit ein paar Jahren sind es nur noch drei Tage und das kommt auch sehr gut an“, erzählt Sperlling-Chef Andreas Sael.
Schließlich gibt es damit die perfekte Work-Life-Balance. Doch trotzdem plagen Sael Mitarbeiter-Sorgen. Er sucht verzweifelt einen Koch und das schon seit knapp einem halben Jahr.
„Wir haben wirklich alles probiert“
Auf sämtlichen Plattformen ist die Stelle in der Küche derzeit ausgeschrieben – bisher ohne Erfolg. „Wir haben wirklich alles probiert. Es bewirbt sich einfach niemand“, zeigt sich der Gastronom resigniert. Zwar habe es ein paar Bewerber gegeben, doch die meisten davon waren unqualifiziert. Darunter sei auch ein Maurer gewesen, der nicht einmal wusste, wie er Fleisch schneiden und bearbeiten soll.
Eine abgeschlossene Ausbildung als Koch sei jedenfalls ein Muss. Manche Bewerber hätten zudem utopische Gehaltsvorstellungen. Für den Job als „Chef die Partie“ winken im Sperling zwischen 1800 bis 1900 Euro netto im Monat.
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