5:0-Kantersieg gegen Salzburg ohne Stankovic und Wüthrich! Für viele im Sturm-Lager schien dies unmöglich. Doch Chukwuani, Geyrhofer & Co. überraschten.
„Zwicks mi!“ Selbst Christian Ilzer hätte in seinen kühnsten Trainer-Träumen nicht mit einem 5:0-Schützenfest gegen Salzburg gerechnet – diese Gala der Extraklasse wurde bis spät in die Nacht gefeiert.
Und sie war umso bemerkenswerter, da sie ohne die verletzten „Leitwölfe“ Jon Gorenc-Stankovic und Gregory Wüthrich zustande kam. Doch der Lerneffekt aus den Partien auf hohem Niveau in der Champions League war groß: Vor allem die Duell-Qualität, die von Brest und Brügge abgeschaut wurde, war laut Ilzer der Schlüssel zum Erfolg.
Dazu hat der neue Kader offensichtlich einiges zu bieten: Der Däne Tochi Chukwuani, im Frühjahr von Lyngby geholt, machte sich im defensiven Mittelfeld ausgezeichnet: „Eigentlich ist die Sechs eine Nebenposition für mich“, so der 21-Jährige, „aber ich fühle mich auch da recht wohl.“
Abgezockt, zweikampfstark, mit Führungsqualität – so sieht Ilzer den Dänen, für den es schwer zu akzeptieren war, dass er anfangs in Graz keine Rolle spielte. Das scheint sich zu ändern!
Hinten unterstrich der 24-jährige Grazer Niklas Geyrhofer in der Wüthrich-Rolle bei seinem sechsten Liga-Auftritt der Saison, dass er’s durchaus drauf hat, öfter als zwölfmal (wie 2023/24) in der Bundesliga aufzulaufen.
Mit seinem ersten Hattrick katapultierte sich Mika Biereth an die Spitze der Schützenliste: „Wir haben hoch gepresst, mit viel Energie gespielt, es war ein perfekter Tag, der mit fünf Toren endete. Es war das beste Spiel meiner Profikarriere!“ Ehe der Rekordeinkauf aus London gestern zum dänischen U21-Team zum Duell mit Schweden flog, lobte er Sturms nächsten Offensivzauberer aus der Premier League, Malick Yalcouye: „Er ist ein verrückter Typ, der den ganzen Tag laufen kann und enorme Energie reinbringt.“ Auch Ilzer ist happy über den 18-jährigen Doppelstaatsbürger, den Mali gerne ins Team holen würde, der sich selbst aber als Mann der Elfenbeinküste sieht. Ihm sagte der Coach eine große Karriere voraus: „Warum sollte es Malick in Brighton nicht schaffen, das zu werden, was Naby Keita für Liverpool ist?“
Bei Sturm gibt’s jetzt ein paar Tage frei – und am 19.10. gegen den GAK wird dann weiter daran gearbeitet, mit einem möglichst hohen Punktestand ins Frühjahr zu gehen.
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