Mit dem Beginn der letzten Bauphase in den Tunneln zwischen Golling und Werfen wird die Tauernautobahn wieder für Monate zum Nadelöhr. Bauherr und Autobahngesellschaft Asfinag rechnet praktisch ab sofort mit Stau.
Es geht wieder los! Mit dem Start der Tunnelsanierung auf der Tauernautobahn (A10) zwischen Golling und Werfen wachsen ab sofort wieder Kummer und Zorn bei Autofahrern und vor allem Bewohnern in den Anrainergemeinden. Nach der rund zehnwöchigen Sommerpause der Baustelle ist der Stau wieder zurück auf dem einspurigen Abschnitt – und auf den Straßen abseits der Autobahn.
Die Asfinag, die am Montag um 20 Uhr mit der Einrichtung der Baustelle in den Tunneln begonnen hat, rechnet schon beim Start mit Staus. „Es wird schon in den kommenden Tagen zu Verzögerungen kommen“, sagt Hanspeter Treichl, Projektleiter für die 14 Kilometer lange Baustelle.
Auffahrts- und Abfahrtssperren für A10
Die Sommermonate habe man für Verbesserungen und Problembehebung genutzt. So soll eine Temporeduktion an verkehrsintensiven Tagen schon ab Puch den Verkehrsfluss verbessern. Ebenso soll es bei aktiver Blockabfertigung auch an Anschlussstellen zur Aktivierung von roten Ampeln kommen. „Bis 29. September sind auch noch die Abfahrtssperren von Puch bis Zederhaus verordnet“, so Treichl.
In den Gemeinden entlang der A10 blickt man dem Ganzen wieder gespannt entgegen. Man erhofft sich etwa aus den Abfahrts- und Anschlusssperren endlich weniger Durchzugsverkehr und Blockade in den Zentren, allen voran in den Gemeinden Kuchl und Golling. „Das Ziel ist, dass der Verkehr auf der A10 bleibt und nicht durch rollt“, sagt Martin Dietrich.
Wir rechnen noch bis Anfang Oktober mit massiven Belastungen durch den Urlauber- Rückreiseverkehr. Abhilfe für das Fritztal und Pfarrwerfen könnte die versprochene Sperre der Abfahrt in Eben sein.
Bernhard Weiß, Bürgermeister Pfarrwerfen (ÖVP)
Der Gollinger Ortschef sehnt aber kommenden Juni herbei. Ähnliche geht es seinem Kollegen aus Pfarrwerfen. „Die Urlauber-Rückreise wird uns noch bis Anfang Oktober zusetzen“, so Bernhard Weiß. Ist diese Reisewelle geschafft, steht aber schon bald der Winterurlauber-Verkehr vor der Tür.
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