Am Montag geht´s für 199.742 Schüler und 21.416 Lehrer in Oberösterreich wieder oder erstmals in die Klassen. Neben dem Pädagogenmangel – es gibt sogar am ersten Schultag Bewerbungsgespräche – gibt´s immer öfter ein Gewaltproblem an den den Schulen. Daher wird ab heuer ein Polizei-Ansprechpartner pro Bildungseinrichtung abgestellt.
Das heurige Schuljahr, 15.253 Erstklassler sind schon in freudiger Erwartung, steht unter dem Motto „Hinschauen statt wegschauen“, um das vermehrte Gewaltproblem in den Klassenzimmern aufzugreifen. Im Vordergrund stehen individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sowie der Schutz aller Schüler durch bewährte Konzepte wie „Talente OÖ“ oder „Prävention gegen Hass im Netz“.
Neu ist, dass jede Schule einen Polizei-Ansprechpartner bei der nächsten Inspektion bekommt. Neben Gewaltproblemen sieht Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) bei einem Besuch in Linz auch bei der Deutschförderung – gerade in Ballungszentren – Verbesserungsbedarf: „Ich halte nichts davon, dass Kinder, die nicht Deutsch können, den Regelunterricht besuchen.“
Sprachdefizit ist Mega-Herausforderung
Stattdessen sei es notwendig, für Deutschförderklassen zusätzliche „Intensiv-Sprachlernkurse“ anzubieten, um betroffenen Kindern grundlegende Kenntnisse für den Alltag mitzugeben. Die Problematik der mangelnden Sprachbildung zeigt eine Zahl: Mehr als 1600-mal holten sich Lehrer seit dem Vorjahr Unterstützung für den Unterricht mehrsprachiger Klassen und Deutschkurse.
Neue Assistenten sollen Lehrer entlasten
Um diese Ziele verwirklichen zu können, müsse man vor allem die Pädagogen unterstützen. Neue Assistenzkräfte in der Administration – derzeit sind es 135 – sollen dafür sorgen, dass pädagogische Fachkräfte „das machen können, wofür Sie studiert haben, was Ihnen am Herzen liegt: die Kinder zu unterrichten“, so Bildungsreferentin Christine Haberlander (ÖVP).
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