Ein Social-Media-Posting von Irans Botschafter in Wien, Abbas Bagherpour Ardekani, in dem die Flagge der radikal-islamischen Hisbollah zu sehen ist, hat am Sonntag für Aufregung gesorgt. Die heimische Politik zeigte sich empört.
„Die Hisbollah wird siegreich sein“, heißt es sinngemäß in dem Posting auf dem Account von Botschafter Abbas Bagherpour Ardekani auf X.
Das Posting ging nach den heftigen Luftschlägen der libanesischen Hisbollah auf Israel am Sonntag aufs Netz. Hisbollah-Symbole sind in Österreich verboten.
Einbestellung des Botschafters gefordert
Grüne und SPÖ reagierten empört und forderten das Außenministerium auf, den Botschafter vorzuladen. Die iranische Botschaft war für ein Statement zunächst nicht erreichbar, das Posting war auch am Sonntagnachmittag noch online.
„Ich fordere das Außenministerium auf, den iranischen Botschafter einzubestellen und damit ein klares Zeichen gegen Terror zu setzen“, schrieb die Grüne Klubobfrau Sigrid Maurer in einer Reaktion auf X.
„In höchstem Maße inakzeptabel“
Ähnlich äußerte sich die SPÖ-Vizechefin Eva-Maria Holzleitner: „Es ist in höchstem Maße inakzeptabel, dass der iranische Botschafter das in Österreich verbotene Symbol der extremistischen Hisbollah postet, während Israel angegriffen wird. Das Außenministerium muss hier eindeutig den Botschafter einbestellen!“
Vom Ministerium selbst gab es am Sonntagnachmittag noch kein Statement. Der iranische Botschafter hatte bereits in der Vergangenheit Stellung gegen Israels Vorgehen im Gaza-Streifen bezogen und auch die Luftschläge auf Hisbollah-Stellungen verurteilt.
Als Terrororganisation eingestuft
Die Hisbollah wird von vielen Ländern als Terrororganisation geführt. Sie ist in Großbritannien, Japan, Kanada, den Niederlanden, den USA, seit April 2020 in Deutschland und seit Mai 2021 in Österreich verboten. Auch Symbole der Hisbollah dürfen nicht verbreitet werden.
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