José Mourinho heißt nicht mehr „The Special One“. In der türkischen Liga, wo Mourinho in dieser Saison Fenerbahçe Istanbul zum ersten Meistertitel seit zehn Jahren führen will, muss sich der Star-Coach offenbar anpassen und gibt sich einen neuen Spitznamen.
Auf der Pressekonferenz nach dem 2:2 gegen Göztepe, bei dem Fenerbahçe in der 95. Minute den Ausgleich kassierte, hatte Mourinho wieder einmal amüsante Aussagen parat.
Er scheint noch nicht ganz in der türkischen Liga angekommen zu sein, ärgert sich über Zeitspiel und Schauspielerei. „Die Leidenschaft, die Liebe, der Enthusiasmus passen zu meiner Leidenschaft für den Fußball, total. Dann gibt es andere Dinge, die ich nicht kontrollieren kann, sie sind kulturell“, sagte Mourinho nach dem Spiel.
„Meine Spieler müssen das tun, was andere Mannschaften mit uns machen. Sie müssen Zeit schinden, sie müssen sich fallen lassen. Sie müssen Verletzungen vortäuschen. Sie müssen das tun, was jede Mannschaft tut“, schießt Mourinho gegen den Rest der Liga.
„The Foreign One“
Der zweimalige Champions-League-Sieger habe gemerkt, dass er seine Spielweise den türkischen Vereinen anpassen müsse: „Es sieht so aus, als müsste ich mich anpassen und nicht umgekehrt. Ich bin derjenige, der angekommen ist, ich bin der Fremde.“ So nennt sich Mourinho also nicht mehr „The Special One“, sondern „The Foreign One“. Freilich mit einem Augenzwinkern zu verstehen.
Man darf gespannt sein, wie sich Mourinhos Zeit in der türkischen Liga entwickeln wird. Seinen trockenen Humor wird der 61-Jährige aber hoffentlich nicht verlieren.
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