

Nicht allein sollen Eltern das bittere Schicksal verarbeiten müssen: den Tod ihres Kindes bei oder gleich nach der Geburt. Gedenkstätten und Hilfe werden angeboten, unter anderem in Tiffen und Guttaring.
„Einst wurden totgeborene Kinder mit dem Klinikmüll entsorgt, im Straßenbau als Granulat verarbeitet oder anonym bestattet“, sagen die Mitglieder des Forums Tiffen. „Es war nicht üblich, dass sich Vater und Mutter von ihrem toten Kind verabschieden konnten. Eine Totgeburt war ein Tabuthema“, so Forum Tiffen-Leiter Werner Rauchenwald, der für die Idee des Sternenkinder-Marterls am Friedhof in Tiffen auch die Pfarre, die Trachtenfrauen, die Dorfgemeinschaft und Firmen wie Grabgestaltung Leithoff und Natursteinwerk Kogler gewinnen konnte. Künstler Hardy Brandner wird die überkonfessionelle Gedenk- und Begegnungsstätte gestalten.
Familien aus nah und fern sollen in Tiffen Rat und Beistand bei der Gestaltung einer Verabschiedung und Trost in der schweren Zeit bekommen. Vorträge und Infomaterial sollen nicht Betroffene sensibilisieren.


Gedenkstätte und Infos über den QR-Code in Guttaring
Bereits gesegnet wurde eine Gedenkstätte für Sternenkinder am Friedhof in Guttaring. Dort findet sich zudem Österreichs kleinste und mittlerweile 15. „Johns Sternenbank“: Diese zeigt ein Gedicht von John Patrick Platzer von „Soldaten mit Herz“, der die Sternenbänke initiiert hat. Über einen QR-Code können gut 500 Hilfsangebote in Österreich, Luxemburg und Südtirol gefunden werden. „Mein Wunsch ist es, dass alle Sternenkind-Angehörige die Hilfe finden, die sie brauchen – es aber so wenige wie möglich sind, die es müssen!“, so Platzer.
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