Das System des Immobilienjongleurs René Benko bröckelt weiter. Am Freitag meldete mit der Signa Development Selection Beteiligung GmbH ein weiteres Unternehmen Insolvenz an – mit 386 Millionen Euro Schulden schon wieder eine dreistellige Millionenpleite.
Konkret wurde ein Konkursantrag eingebracht: In der Aktiva finden sich mit 12,7 Millionen Euro damit weitaus weniger Mittel als in der Passiva, teilten der Kreditschutzverein von 1870 (KSV) und Creditreform am Freitag mit. Eine Fortführung der Gesellschaft ist nach Einschätzung der Geschäftsführung voraussichtlich nicht möglich, teilte der KSV mit.
Keine Zwischenfinanzierungen, keine Gewinnausschüttungen
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine reine Beteiligungsgesellschaft, die zwischen der Signa Holding und der Signa Development Selection angesiedelt ist. Da sowohl die Signa Holding als Eigentümerin der Beteiligungsgesellschaft als auch die Signa Development Selection insolvent sind, gibt es weder Zwischenfinanzierungen der Eigentümerin noch Gewinnausschüttungen der Beteiligung.
Bereits zu Wochenbeginn haben mit der SDS M2 2026 GmbH und der SDS M2 2026 GmbH 6 Co KG sowie der SDS Elf GmbH drei Tochterunternehmen der Signa Development Selection Beteiligung GmbH Konkursanträge eingebracht. Die Passiva summierten sich bei den drei Gesellschaften auf mehr als 417 Millionen Euro. Da die Kommanditgesellschaft Mitbeschuldigte in einem ausländischen Schiedsverfahren ist, bei dem es um bis zu 700 Millionen Euro geht, könnten die Passiva noch steigen.
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