Sicherheitskräfte, so weit das Auge reichte, die Stimmung war angespannt: Eine private Initiative lud heute Nachmittag zu einem Marsch gegen Israelhass und Antisemitismus durch die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz. Ein junger Mann mit Palästinaflagge störte die Kundgebung, die Polizei konnte die Lage allerdings rasch beruhigen.
Der neue Linzer Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner führte den Protestmarsch, der durch die Einsatzeinheit der Polizei gesichert wurde, persönlich an. Beamtinnen und Beamte mit Helmen sicherten die Linzer Landstraße ab, während sich die Teilnehmer vom Volksgarten zum Hauptplatz bewegten.
Bevor es um 14.45 Uhr offiziell losging, versuchte ein junger Mann zum Treffpunkt vor dem Musiktheater vorzudringen. Um den Hals hatte er ein Palästinensertuch, in der Hand hielt er eine Flagge der Palästinensischen Autonomiegebiete. Polizisten in Zivil wurden rasch auf ihn aufmerksam und konnten ihn stoppen. Nach der Kontrolle seiner Daten und einer eindringlichen Belehrung ließen die Beamten ihn ziehen.
Anlass des sogenannten „Walkathons“ ist der Krieg gegen Israel. Die Organisatoren sagten: „Am 7. April, also genau sechs Monate nach dem Massaker in Israel fand der erste „Walkathon“ für die Geiseln in Wien statt. Dieser wurde von einem breiten Bündnis getragen. Nach neun Monaten sind 120 Geiseln aus Israel noch immer in Gaza und nun findet auch in Linz ein Walkathon statt.“
„Zeichen gegen Antisemitismus und Israelhass“
Organisiert wurde der Marsch für die Geiseln von Tabea Milkovcs und Tabea Schlackl, die von der Gruppe Christen an der Seite Israels, der Rhema-Gemeinde und der Israelitischen Kultusgemeinde Linz bei der Organisation unterstützt wurden. Die Organisatoren sagen: „Es soll gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus und Israelhass gesetzt werden.“
Zivilbeamte und Verfassungsschutz bei Demo vor Ort
Das Polizeiaufgebot war jedenfalls enorm. Neben der Einsatzeinheit Lentos waren auch Beamte der Linzer Polizei, des Verfassungsschutzes und Zivilbeamte vor Ort. Diese hatten die Aufgabe, die Gegend im Auge zu behalten und mögliche Gefahren im Vorfeld zu erkennen. Mit der Aktion gegen den rabiaten Störer ist ihnen das auch gelungen.
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