SPÖ-Abgeordnete stellen dem zuständigen Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) zahlreiche Fragen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Pflegeheims in Gmunden. Vor allem interessiert sie, welche Maßnahmen sich der Sozialreferent überlegt hat, wie er den ohnehin langen Wartelisten für Heimplätze in der Region entgegenwirken will.
Das besiegelte Ende der Betreuungseinrichtung Schloss Cumberland in Gmunden ist politisch noch lange nicht ausgestanden. Nach der Verkündung der Schließung durch Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) kam vor allem aus den Reihen der SPÖ, der Gewerkschaften und vom betroffenen Personal selbst viel Kritik. Und die Sozialdemokraten setzten jetzt noch eins drauf.
In einer am 4. Juli eingebrachten schriftlichen Anfrage machen sie Cumberland noch einmal zum Thema. Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu und der Salzkammergut-Abgeordnete Mario Haas wollen wissen, wie viele Personen (Stichtag 30. Juni 2025) für einen Wohnplatz für Menschen mit Beeinträchtigung vorgemerkt sind.
Die SPÖ geht davon aus, dass die Warteliste lang ist – und will deshalb von Dörfel auch wissen, welche konkreten Pläne es gibt, um die bestehenden Wartelisten abzubauen. Allgemein gehalten ist auch die Frage, wie viele Wohnplätze wegen Personalmangels bzw. unbesetzter Stellen in der Pflege leer blieben.
In welchen Einrichtungen sollen wie viele der aktuellen Bewohner von Schloss Cumberland untergebracht werden?
SPÖ-Anfrage an Christian Dörfel
Schloss Cumberland und der Umgang mit den Mitarbeitern und Klienten wird von dem SPÖ-Duo ebenso thematisiert. Haas und Engleitner-Neu sagen: „Uns geht es um Transparenz. Vor allem die Betroffenen haben sich Antworten verdient.“ Den SPÖ-Abgeordneten sei unklar, weshalb mögliche Infrastrukturmaßnahmen zwar bekannt waren, aber nicht rechtzeitig aufgegriffen wurden. Auch bleibe die Frage offen, wie es konkret mit den Mitarbeitern weitergehe.
Gefragt wird ebenso, warum Cumberland geschlossen wird und wann die Entscheidung getroffen wurde. Zudem schreiben die Abgeordneten in ihrer Anfrage an Dörfel: „In welchen Einrichtungen sollen wie viele der aktuellen Bewohner von Schloss Cumberland untergebracht werden?“ Landesrat Dörfel hat zwei Monate lang Zeit, um Antworten auf diese Fragen zu liefern.
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