Der Handwerkerbonus tritt am Montag in Kraft. Anträge sind vorerst aber nur digital möglich. Bei der AK Tirol sorgt das für Kopfschütteln. Sie fordert parallel die Möglichkeit der analogen Antragsstellung.
Mit dem „Wohn- und Baupaket“ möchte die Bundesregierung die Konjunktur ankurbeln, leistbaren Wohnraum schaffen und Zugang zu Eigentum erleichtern. Die „Krone“ berichtete. Ein Teil des Pakets ist der Handwerkerbonus, mit dem Arbeitsleistungen von Handwerkern im Zuhause gefördert werden. Am Montag startet die Antragsphase. Vorerst können Anträge aber nur online gestellt werden.
Es braucht mehr Unterstützung und Engagement von öffentlichen Stellen, um sicherzustellen, dass alle die Möglichkeit haben, derartige Dienste zu nutzen.
Erwin Zangerl
„So werden ältere Menschen ausgeschlossen“
Das stößt Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl sauer auf: „Es kann nicht sein, dass man wichtige Unterstützungsleistungen und Services nur für jene zugänglich macht, die sich in der digitalen Welt zurechtfinden. So werden vor allem ältere Menschen von einem barrierefreien Zugang zu Förderungen und Services ausgeschlossen.“
AK-Boss ortet in Österreich „digitale Kluft“
Der AK-Boss spricht von einer „digitalen Kluft“, die in Österreich Realität sei. Und er nennt noch weitere Beispiele. So stelle die Nutzung von Selbstbedienungskassen im Supermarkt oder Ticketautomaten beim Bahnhof für viele Menschen eine Herausforderung dar.
Zangerl fordert „mehr Unterstützung und Engagement von öffentlichen Stellen, um sicherzustellen, dass alle die Möglichkeit haben, derartige Dienste zu nutzen. In der Übergangsphase sollten alle Services auch analog in Anspruch genommen werden können“.
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