Mi, 19. September 2018

Ausblick "negativ"

21.12.2012 07:41

S&P senkt Zyperns Kreditwürdigkeit erneut

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Zyperns um zwei weitere Stufen auf "CCC+" gesenkt. Seit der letzten Herabstufung im Oktober habe sich die Situation des Mitglieds der Euro-Zone weiter verschlechtert, teilte die Agentur am Donnerstag in New York mit. Den Ausblick für das Mittelmeerland gab die Agentur mit "negativ" an.

S&P kritisierte die "langsamen" Verhandlungen Zyperns mit der Troika bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds über ein Hilfspaket. Während die finanziellen Optionen der Regierung eingeschränkt seien - "gepaart mit einer nach unserer Sicht zögerlichen Haltung der anderen Euro-Zonen-Staaten, die Kosten einer schweren Bankenkrise zu teilen" -, steige die Gefahr eines Staatsbankrotts, hieß es in der Mitteilung weiter.

Zyperns Finanzminister Vassos Shiarly hatte Ende November erklärt, sein Land benötige 17 Milliarden Euro an Hilfen über eine Vierjahresperiode bis einschließlich 2016. Die Summe entspricht fast dem Bruttoinlandsprodukt des Landes.

Präsident schließt Schuldenschnitt aus
Einen Schuldenschnitt schloss der zypriotische Präsident Dimitris Christofias jedoch aus. "Zypern wird dem nicht zustimmen", sagte er am Freitag im Rundfunkt. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte am Donnerstag berichtet, dass der Internationale Währungsfonds einen Schuldenschnitt für Zypern fordere. Demnach verlange der Fonds einen Teilerlass der Schulden, weil Nikosia sonst auch nach der Umsetzung von Reformen nicht in der Lage sein werde, seine Zinslast zu tragen.

Juncker gegen Schuldenschnitt
Nach Ansicht des scheidenden Euro-Gruppen-Chefs Jean-Claude Juncker gehört ein Schuldenschnitt für Zypern jedoch nicht zu den prioritär zu nutzenden Instrumenten für das Land. Es sei "ungesund", darüber zu spekulieren. Griechenland sei eine Ausnahme gewesen, meinte Juncker am Freitag im Deutschlandfunk. "Wir haben nicht gesagt alle griechischsprachigen Länder, wir haben gesagt Griechenland."

Zugleich erklärte er, dass es schwierig sei, dem Steuerzahler zu erklären, dass ein weiteres Land gerettet werden müsse. Dies sei bei jedem Programm nicht einfach gewesen, aber in der Causa Zypern sei es noch schwieriger.

Eng mit Griechenland verbunden
Die zypriotische Wirtschaft leidet unter einer tiefen Rezession. Außerdem wurde das Land von der Krise in Griechenland hart getroffen, weil die beiden Staaten finanziell und wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind.

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